
schrieb am Freitag 4. August 2006:

Heute schreibe ich mal in eigener Sache, weil es immer wieder Leser gibt die nicht begreifen, worum es hier eigentlich geht!
Dieses Tagebuch soll einen kleinen Ausschnitt aus dem Leben einer Familie geben, die trotz Arbeit rund um die Uhr nicht zufrieden sein kann und will.
So wie meiner Familie geht es Millionen anderen auch. Vielen anderen Millionen Familien geht es noch schlechter!
Hier geht es darum, zu zeigen wie so eine Familie lebt. Man schuftet bis zum Umfallen und es kommt nicht viel raus. Alles wird teurer, aber mehr Geld gibt es nicht. Im Gegenteil, es wird gekürzt wo es nur geht.
Wenn das ein Rumjammern sein soll, stimm ich dem voll und ganz zu.
Was erwarte ich vom Leben? Arbeit. Ist vorhanden, zum Glück. Wohlstand. Das ist ein Traum, der mit unserer Arbeit nicht zu verwirklichen ist.
Zufriedenheit und keine Sorgen, egal um was!
Ist das zu viel verlangt??
Warum gibt es Menschen, die das nicht verstehen oder nicht verstehen wollen? Denken sie vielleicht, dass sie dann weniger bekommen? Das glaube wer will. Ich nicht.
Ich will einfach nur für meine Arbeit gerecht bezahlt werden.
Ich will nicht immer überlegen müssen: Kannst du dir leisten mal ins Kino zu gehen, kannst du dir leisten mal in den Biergarten zu gehen, kannst du dir leisten mal in den Zoo zu gehen.
Das man mit dem Geld haushalten muss, ist mir klar aber es sind viele tausend kleine Dinge, die eigentlich zum normalen Leben gehören, die dir Kopfzerbrechen bereiten -kannst du oder kannst du nicht!!!
Warum ist man ARM TROTZ ARBEIT!
Das muss in die Köpfe rein!!!
URL des Textes: http://www.hungerloehner.de/0/viewentry/1031
Kommentare
Martina am 5. August 2006
Hallo Matthias,
schön, dass Du wieder da bist.
Übrigens, meine Arbeit und die von einigen weiteren Kolleginnen und Kollegen wird demnächst in den Osten Deutschlands verlagert. Kannst Dir vielleicht vorstellen, wie sauer die Kolleginnen/Kollegen auf diejenigen sind, die unsere Jobs jetzt bekommen. Vielleicht sind sie einfach billiger dort. Ich denke mir, weißt Du, irgendwo hat sich da jemand was dabei gedacht, das hat gar nichts mit den Menschen in Ost und West zu tun. Jemand spielt Schach und wir sind die Bauern. Aber man kann so die Menschen so unheimlich leicht gegeneinander ausspielen, und viele spielen auch ganz brav mit, im Osten wie im Westen. Und wenn es so weitergeht, wird es immer wieder welche geben, die dieselbe Arbeit für immer noch weniger Geld machen werden. Dieser Wettbewerb nach unten kann kein gutes Ende nehmen, und deshalb bin ich auch der Überzeugung, dass man dieser Entwicklung Einhalt gebieten muss.
Viele Grüße
Martina