
schrieb am Donnerstag 6. Dezember 2007:
Eigentlich habe ich Urlaub.
Wer aber denkt,da habe ich viel Zeit der irrt.
Ich habe mich auch geirrt.Von wegen viel Zeit.
Da muß man diese und jene Wege erledigen,man tut sachen aufarbeiten die lange liegengebliebeb sind und so weiter.
Meine Frau sehe ich jetzt öfters.Nicht bloß 3 Stunden am Tag.Wir haben privat eigentlich viel zu bereden.Aber letzt endlich enden wir immer wieder bei meinem Tagebuch und meinen Politischen aktivitäten.Diese sind allerdings erst im Aufbau.
Also ich schreibe nicht nur,sondern ich versuche wircklich etwas zu verändern.
Der Parteitag der CDU war ja eigentlich ein Schuß in den Ofen. Ja,Frau Merkel lies sich feiern aber so eine Partei mit soviel Wiedersprüchen sucht seines gleichen.
Übrigens,die andere Große Partei steht im nichts hinterher.
Es ist bewiesen,das dieser sogenannte Aufschwung nur einer Gruppe was gebracht hatt.Denen die schon immer reichlich hatten.Im Gegenzug gibt es immer mehr Vollzeitbeschäftigte die ,um überhaupt überleben zu können,H 4 beantragen müssen.
Kohl hatt uns in die Schulden geführt,Schröder hatt die Armut vergrößert(aber mit voller Gewalt),und bei Merkel werden die Armen ärmer und die Reichen reicher.
So richtig kann ich mich mit diesem Post Mindestlohn nicht anfreunden. Warum?
Für den Kollegen/in ist es super.
Aber kaum ist der ML durch,schon gibt es die ersten Versuche ihn zu kippen.
Als die erste Nachricht auftauchte,der Konkurent der Post,die PIN AG würde 1000 Arbeitsstellen streichen sagte ich zu meiner Frau und einigen Freunden: das ist erpressung pur. Und das obwohl hinter dieser Firma ein Milliarden schwerer Konzern steht.
Springer AG.
Diese Gruppe will dem ML nicht die Spur einer Chance lassen.
Es war noch nicht einmal abzusehen,ob es was bringt oder nicht.
Und jetzt kommt mein Einwurf!!!
Der Fehler der Regierung war,nur einem Mindestlohn zuzustimmen!
Arbeit wird nicht weniger,im G.egenteil.
Profite werden nicht geringer,im Gegenteil.
Das Geld was für die sogenannten Kompilöhne bereitgestellt würde,sollte man für die kleinen Firmen nehmen.Den es braucht natürlich eine gewisse Übergangszeit.Das Geld ist also da.
Last nicht locker,macht weiter mit oder erhebt anderweitig eure Stimme.
Es kann nicht sein,das nur 100000 Menschen von dem "Aufschwung" was haben und Millionen versinken in Armut!
URL des Textes: http://www.hungerloehner.de/0/viewentry/2049
Kommentare
U. Beyer am 8. Dezember 2007
Meine Reaktion auf diesen Erpressungsversuch war folgende E-Mail an Frau Fels, Pressesprecherin bei Springer:
"Sehr geehrte Frau Fels,
ich finde es sehr bedenklich wie in einem demokratischem Staat mit einer angeblich sozialen Marktwirtschaft Wirtschaftsunternehmen versuchen, mittels Androhung von Arbeitsplatzverlusten Einfluß auf politische Entscheidungen zu nehmen. Man kann dies auch ganz simpel Erpressung nennen. Oder Volksverdummung. Denn man muß sich diesen unmoralischen Akt mal auf der Zunge zergehen lassen. Da will ein profitables großes Verlagshaus mal etwas Profit nebenbei erwirtschaften und steigt ins Briefgeschäft ein. Der Aufbau eines solchen Unternehmens kostet natürlich Geld, welches ganz schnell Rendite bringen muß. Also zahlt man den Angestellten menschenunwürdige Löhne und stellt sich noch als Wohltäter, der Arbeitsplätze schafft hin. Arbeitsplätze dienen aber nicht dazu durch Haltung von Sklaven sein Eigentum zu mehren. Arbeitnehmer stellen ihre Arbeitskraft zur Verfügung um sich damit ihren Lebensunterhalt zu sichern. Ist dies nicht gewährleistet dient der Arbeitsplatz einzig zur Schönung der Arbeitslosenstatistik und zur Profitvermehrung. Um das Überleben eines derart Ausgebeuteten zu sichern soll gefälligst der Staat, also die Allgemeinheit, der Steuerzahler, somit auch ich den Lohn aufstocken. Dafür kann ich dann einen Brief für 10 Cent weniger als bei der Post versenden, zahle aber am Ende 1€ mehr. Der einzige Gewinner sind ihre Aktionäre, bei denen der Gewinn landet. Ihre Angestellten siechen so dahin und ich habe meinen Brief teuer bezahlt. Und Ihr Verlagshaus hat mal wieder einen Beitrag zur Störung des sozialen Friedens in der BRD geleistet. Übrigens, wenn sie ihren Managern mal nur eine Million € im Jahr weniger zahlen könnten sie davon locker 1000 einfache Arbeitsplätze erhalten und bei ihren Managern würde das kaum auffallen. Diese Relationen sollte sich ihr Managment mal durch den Kopf gehen lassen.
So wie sie es jetzt betreiben läuft soziale Marktwirtschaft nicht. Ich werde ab sofort sämtliche Springer - Presseerzeugnisse boykottieren und auch mit Bekannten und Geschäftspartnern dahingehende Gespräche führen."
Diese Ausbeuter müssen Feuer von allen Seiten bekommen. Wenn dort reichlich Mails mit Boykottandrohungen eingehen kommen die vielleicht mal zum nachdenken.
Natürlich wäre Mindestlohn für alle optimal, doch irgendwo muß mal ein Anfang gemacht werden. Zur Zeit dreht die Spirale trotz anderslautender Sprüche von Frau Merkel immer noch rückwärts, wenig Lohn, wenig Umsatz, viele Pleiten. Auch die Wirtschaft sollte endlich mal kapieren, das es nicht auf Profite des Einzelnen sondern um das Wohlergehen des gesamten Systems Staat geht. Und das läßt sich auf dauer nicht nur über einen florierenden Export gewährleisten, da braucht man auch eine gesunde Inlandskonjuktur.
Was mich immer wieder wundert ist, warum die Arbeitnehmer ihre Arbeitskraft überhaupt für solche Hungerlöhne verkaufen. Wenn ich nicht davon leben kann brauche ich nicht arbeiten zu gehen. Ich gehe doch arbeiten um meinen Lebensunterhalt zu verdienen und nicht weil mich das morgendliche Weckerklingeln erfreut.
Wenn PIN also für den gebotenen Lohn keine Arbeitskräfte findet was passiert dann? Ganz einfach, sie zahlen mehr. Aber die Leute in Deutschland sind ja schon so verblödet worden das sie denken das wichtigste am Arbeitsplatz sei die Beschäftigung und nicht der Lohn.
Siggi am 8. Dezember 2007
@Beyer
Das nenne ich mal einen gelungenen Brief! Aber wahrscheinlich landet der sowieso in Ablage "P" und kein Manager im Elfenbeinturm wird jemals etwas davon mitbekommen.
In unserem Land ist es doch so. Gebe es einen eklatanten Mangel an Reinigungspersonal so müsste eigentlich das Gehalt dieser Personen rapide ansteigen da die Nachfrage höher als das Angebot ist. Allerdings würden die Löhne auf demselben niedrigen Niveau bleiben wie bisher, weil der Beruf/Job an sich, eine schlechte Position/Ansehen hat.
Aktuell sieht man das an diesem angeblichen Fachkräftemangel. Da jammert die Industrie unentwegt das ihr Ingeneure noch und nöcher fehlen, aber sind deswegen die Löhne gestiegen um Bewerber anzulocken? Ne sind sie nicht, die bewegen sich immer noch in denselben Dimensionen wie eh und je. Da hofft man doch lieber auf eine Wagenladung Inder.
Zurück zu PIN, nun ich finde es einerseits gut das Arbeitnehmner lieber einen Job annehmen anstatt auf der faulen Haut herumzuliegen, andererseits frage ich mich warum man solch einen beschissen bezahlten Job überhaupt annehmen kann. Ich vermute mal die Arbeitsagenturen haben viele "Kunden" dorthin geschickt. Ist dasselbe wie mit den ganzen Callcentern welche im Osten boomen. Da heisst es das massig neue Arbeitsplätze geschaffen werden, das diese allerdings noch mitsubventioniert werden müssen, das erzählt keiner. Die einzigen wo daran verdienen sind die Unternehmen welche durch billige Arbeitskräfte ihre Profite maximieren können. Früher nannte man sowas Leibeigenschaft und die heutigen Unternehmer sind der Adel von damals.
Unsere USA-geile Kanzlerin sorgt gerade dafür das die Zustände von dort drüben nun zu uns rüberschwappen. Der Begriff "Working poor" wird bestimmt bald recht bekannt werden bei uns. "Drüben" haben viele Leute zwei oder gar drei Jobs, nur um sich damit über Wasser halten zu können. Hauptsache die Aktionäre bekommen ihre tollen Renditen, wie die erwirtschaftet werden interessiert bisher noch niemanden. Bin gespannt ob der Überwachungsstaat es schaffen wird den immer grösser werdenden Mob an Unzufriedenen im Zaum zu halten.
W. Lewandrowski am 9. Dezember 2007
Was macht ein dummer ängstlicher Mensch, wenn man ihm sagt spring ins Wasser? Er springt! Was macht die graue dumme Masse wenn man ihr sagt: „Schaltet das Licht für 5 Minuten aus.“ Sie macht es. So dann wollen wir es mal versuchen. Denn nicht nur reden, schreiben und jammern, sondern handeln, wie es im Kommentar von U. Beyer, gegenüber Erpressern notwendig ist. Alles klar. Jeder hat ein Handy, es wird auch wohl jeder eine SMS verfassen können. Sie sollte lauten. „Boykottiert die Erpresser (Springer = BILD) und Zahler von Hungerlöhnen. Fragt Euern Friseur, die Kellner, die Handwerker vorher und wechselt wenn Ihr die Möglichkeit habt, den Anbieter.“ Ist doch wohl nicht schwerer, wie medienwirksam gestaltetes Lichtausschalten, oder? Was ein Hungerlöhner kann, sollten auch weniger intelligente sich noch Rundumwohlfühler können.
Also nichts für ungut, versucht es ganz einfach mal.