
schrieb am Mittwoch 17. Mai 2006:
Am letzten Wochenende war ich wie immer im Garten.
Unsere Gartennachbarin ist seit Jahren arbeitslos und seit dem Harzt IV bekommt sie diese Almosen.
Voriges Jahr bekam sie für ein paar Wochen einen 1 Euro-Job. Da musste sie den einen Teil von einem Wald aufräumen.
So gut, so schön, irgendwie muss das auch mal gemacht werden. Man sagte, es ist eine gemeinnützige Arbeit.
Akzeptiert.
Doch jetzt kommt es dicke.
In der Umgebung von Dresden gibt es einen Ausflugsort namens Zschonergrund. Da gab es mal ein Bad, und es gibt noch eine Zschonergrund Mühle. Richtig mit Wasserrad und allem drum und dran. Es ist gleichzeitig ein Lokal.
Seit 2 Wochen müssen 1 Euro-Jobber den Mühlgraben wieder instand setzen. Es wird betoniert und gemauert.
Meine Gartennachbarin muss den ganzen Baudreck beiseite räumen und auch noch Ziegel mauern.
Ist das nicht Aufgabe einer Baufirma oder wird da wieder mal Missbrauch mit billigen Arbeitskräften betrieben?
Ich sage immer wieder: Lasst euch nicht alles gefallen.
Aber ich bin auch nicht anders, man hat Angst, die Arbeit zu verlieren und ist froh, dass man welche hat.
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