Mittwoch 30. Januar 2008
Ich möchte mal etwas klar stellen. Ich muß etwas klar stellen !!
Als ich mich entschlossen habe das Tagebuch zu führen,wollte ich anonym bleiben.
Ich muß auch an meine Arbeit denken!
Nach einem halben Jahr,kamen die ersten Reporteranfragen.
Zuerst habe ich mich nicht bereiterklärt in die Öffentlichkeit zu gehen.
Später hat sich das geändert.Ich wollte und will wirklich etwas bewegen.
Ich öffne mein Leben noch mehr!
1989 im Februar,nicht im Herbst 89,habe ich mein Parteibuch hingeschmissen. Mit dem Ziel,NIE WIEDER POLITIK !!
Viele Jahre ging es „gut“.
Aber was unsere Regierungen fabrizieren,spottet jeder Realität.
Ich mußte einfach was unternehmen.
Nur reden im Bekanntenkreis war mir auf dauer zu wenig. Das Internet war da schon eine bessere Plattform.
Ich habe immer wieder gesagt,beschäftigt euch mit der Deutschen Geschichte.
Die Uneinigkeit der Deutschen Parteien,war schon immer der freie Weg um Fantasten den Weg zu ebnen.
Ich war die letzten Wochen Krank.Wirklich Krank und nicht bloß krankgeschrieben.Ich muß dieses Jahr noch ins Krankenhaus.
Ich will nicht jammern.Ich versuche nur öffentlich zu machen wie es einer Familie geht die einen Hungerlohn bezieht.
Mir geht es noch spitze im vergleich von den „geschätzten“ 1,5 Millionen Armutsempfängern.(Keine Arbeitslosen und keine H4-Empfängern).Ich meine diese Menschen die trotz Vollzeit am Existentminimum leben.
Eines ist mir klar geworden.2 Gewerkschaften können den MINDESTLOHN nicht allein durch setzen. Es geht nur gemeinsam.
Es ist schon schlimm genug,das es davon unzählige gibt.
Nehmen wir mal die IG METALL. Diese sind gegen einen ML.
Warum?
Tretet in die Partei eurer Wahl ein und zwingt sie endlich den GESETZLICHEN MINDESTLOHN eizuführen!
Meine Wahl ist DIE LINKE.
Ich akzeptiere nicht alles was da pupliziert wird.
Aber das ist nicht Sinn dieses Tagebuches.
Wenn meine Zeit und meine Börse es mir erlaubt,würde ich sofort nach Berlin und auch anderswo kommen!
Ich möchte das dieses Tagebuch die Menschen wachrüttelt.
Ich sagte schon mal,einen Nadelstich kann man verschmerzen,ein Nadelkissen auch,aber tausend Stiche tun wirklich weh!
PS: Ich werde mich mit Heiko Sowart in verbindung setzen.
Kurzer Nachtrag. In der Zeit wo ich hier geschrieben habem,ist das Mittagessen für meine Frau agebrannt.(Krautwickel) oder anders Kohlrouladen.
Autor: Matthias
Hallo Herr Matthias,
gestatten Sie mir einige Kritiken an Sie!
Das es Menschen gibt die Tagebücher führen ist absolut ok. Das dies heut zu tage in aller Öffentlichkeit geschieht…naja, man hat sich daran gewöhnt…der Mensch ist eben nun mal voyeuristisch veranlagt.
Aber ich denke Sie hätten wirklich anonym bleiben sollen, mit Ihrem Tagebuch! Ich frage Sie, was wollen Sie mit Ihrer Seite bewegen?
Wenn ich mir Ihre Artikel so durchlese, lese ich immer nur Selbstmitleid, Innobejktivität, lassen andere Meinungen einfach nicht zu, Monotonität- immer nach dem Motto „ mir geht’s ja so schlecht“ so das man den Eindruck bekommt, genau sie sind der Mensch in Deutschland, dem es am Schlechtesten geht. Nur falls es Ihnen noch nicht aufgefallen ist, ganz Deutschland geht’s zur Zeit nicht gut!
Wenn man Sie auffordert einfach was zu tun gegen missliche Lagen die Sie interessieren, ignorieren Sie das oder Ihre Brieftasche lässt das nicht zu. Aber hey, selbst ein Hartz IV- Empfänger schafft es sich durch Deutschland zu bewegen!
Kommentare zu Ihren Artikel, die eine andere Meinung als Ihre darstellen, werden eben nicht veröffentlicht…dann heißt es Verzeihung Ihnen geht es nicht gut oder die Betreiber Ihrer Seite sind im Wochenende und Sie schauen ja auch nicht jeden Tag nach ob Kommentare eingegangen sind.
Finden Sie diese Ausreden nicht auch ein wenig mager?
Ich meine, ist es im Grunde genommen nicht auch das, was Sie der Politik vorwerfen?
Also, was soll mich überzeugen um zu Ihrer Meinung zu gelangen???
Mal eben eine geschichtliche Frage, in der Sie sich ja so gut auskennen, es ist noch nicht mal so lange her, da hatten wir eine Partei die eine Linie verfolgt hat, die Macht hatte und es sogar geschafft hat ihre Philosophie anderen Parteien auf zu drücken bzw. deren Meinung unterdrückt hat. Diese nannte man SED und diese wollten den absoluten Kommunismus, propagierten ihn und drillten ihr Volk. Dieses Land nannte man DDR und sogar der dümmste DDR- Bürger begreift heute, dass es eine Diktatur war.
Bevor die SED ihre DDR zum Laufen gebracht hatte, gab es eine andere Diktatur, diese hat es sogar geschafft, dass es vom deutschen Boden viel Leid und Unheil, weltweit, gab. Man nannte es Weltkrieg. Das ist deutsche Geschichte, Herr Matthias!
Also frage ich Sie was hat mich die Geschichte gelehrt???
Sollte es, aus Ihrer Sicht, wieder Krieg geben um die Wirtschaft zum Laufen zu bringen?
Denn das lehrt die Geschichte, nach einem Krieg ist es mit der Wirtschaft immer aufwärts gegangen und den Menschen ging es besser!
Vielleicht kann ich Ihnen ja noch geschichtliche Nachhilfe geben.
Parteien sind Gruppen die unterschiedliche Meinung vertreten. Wären alle Menschen einer Meinung, würde es also keine Parteien geben.
Und weil uns es die, auch deutsche, Geschichte gelehrt hat, ist es durchaus sinnvoll dass es unterschiedliche Parteien gibt, die auf der politischen Wiese mitmischen.
Allerdings gebe ich Ihnen in einem recht:
Die Parteien sollten sich untereinander streiten, diskutieren und entscheiden, nur sollte es für alle erträglich sein. Und das ist derzeit halt nicht gegeben. Aber aus meiner Sicht sind die Gründe der entstandenen, na sagen wir, Ungerechtigkeiten ebenso in der deutschen Geschichte zu finden.
So Herr Matthias, nun zeigen Sie mal Stirn und veröffentlichen Sie diesen Kommentar auch mal.
Auch wenn es Sie vielleicht etwas verletzt, stellen Sie sich dem, denn ich stelle mit diesem Kommentar auch nur meine Meinung dar!
Sehr geehrter Herr Schütze, weit am Thema vorbei.
Kritiken sind o.k., aber Vorschläge wären besser.
Was das Thema betrifft "durch Deutschland bewegen" ich kann ihnen gern mal eine Rechnung schicken was ein H4- Empfänger hat und ein Geringverdiener, da bekommen Sie sicherlich ein Auge.
Ich hatte jedenfalls ein Nettoeinkommen von ca.1000Euro und nach Abzug von allen Kosten blieben noch rund 220 Euro übrig.
Da hat mich manch ein H4- Empfänger ausgelacht.
Schreiben Sie doch mal wie Sie sich eine Lösung vorstellen würden!
Und eine Geschichtsaufarbeitungung brauchen wir sicherlich auch nicht, die können Sie den Jugendlichen anbieten, die wieder fröhlich "Hakenkreuze"(nicht alle) malen.
Sehr geehrter Herr Schütze
Ich weiß ja nicht welche Artikel sie hier gelesen haben, aber ich habe nicht den Eindruck das hier nur gejammert wird. Ich erlange vielmehr den Eindruck das sich hier Menschen zu Wort melden die Angst um ihre Zukunft haben, die Arbeiten gehen, aber diese Arbeit in diesem Land nicht mehr entsprechend honoriert wird.
Sie schreiben, „…selbst ein Hartz IV – Empfänger schafft es sich durch Deutschland zu bewegen.“
Da gebe ich Ihnen vollkommen Recht nur manch Hartz IV Empfänger bewegt sich leichter und besser durch Deutschland ein so mancher Arbeiter, der mit einem Stundenlohn von nicht einmal 5 Euro die Stunde auskommen muss. Da stellt sich doch die Frage warum soll ich überhaupt Arbeiten gehen, wenn ich am Ende nicht besser dastehe als ei Hartz IV Empfänger. Warum mach ich mir den Stress und stehe jeden Morgen auf und vergeude meine wertvolle Arbeitskraft. Das ist es doch was hier angeprangert wird. Es muss doch möglich sein das man hier mit ehrlicher Arbeit seine Familie ernähren kann und nicht auch noch auf Unterstützung seitens des Staates angewiesen ist und wer Arbeitet soll sich auch einmal was leisten können. Ich jedenfalls kann mir zur Zeit nicht mal Rücklagen für meine Rente mehr leisten und was ich später einmal an Rente bekommen werde, daran mag ich lieber nicht denken.
Sie vergleichen die DDR mit dem dritten Reich, damit vergleichen sie Äpfel mit Birnen.
Stimmt beide Systeme stellten eine Diktatur dar, aber die Ziele der beiden Gesellschaftssysteme waren Grundverschieden. Oder sind sie der Meinung dass die DDR nach meiner Weltherrschaft gestrebt hat. Aber ich sage ihnen ein klein wenig Diktatur hat noch niemand geschadet und würde auch diesem Land von nutzen sein.
Rentner könnten wir beruhigt U-Bahn fahren, Eltern wären sorgloser, wenn ihre Kinder einmal draußen spielen, Lehrer könnten sich wieder auf den Unterricht konzentrieren und müssen nicht Angst haben das Schüler mit Waffen in der Klasse sitzen. Und ganz wichtig man hätte wieder Respekt vor dem Staat und seinen Machtorganen.
Wenn ich heute die Wahl hätte, in welchem Land ich Leben wollte, ich würde mich wohl eher für die DDR entscheiden. In der DDR hatte ich die Gewissheit das ich in Ruhe alt werden kann, vorausgesetzt die Gesundheit hätte mitspielt. Diese Gewissheit hab ich in diesem Land nicht. Ich kann hier zwar auch alt werden, aber ob ich mir das dann auch finanziell leisten kann steht noch ganz weit in den Sternen
@Thierfelder
Sie könnten doch auswandern. Es gibt doch noch genügend Diktaturen auf der Welt. Wie wäre es denn mit China? Genügend Arbeitskräfte gibt es dort und spotbillg sind Sie auch noch! Reden hier bringt eh nix...handeln ist gefragt.
Hallo Herr Jörn!
Hier muß ich mal ernsthaft Lutz Thierfelder in Schutz nehmen!
Er sehnt sich ganz gewiss nicht nach einer Diktatur, sondern nach einer Politik in der Arbeit, soziale Absicherung und persönliche Werte noch etwas wert sind.
Was hat sich ihrer Meinung seit 1989 für das "normal arbeitende" Volk verbessert?
Ich selbst hatte in der DDR keinerlei Überlebensängste, bin auch nicht für die Einheit auf die Strasse gegangen und vor allem jammere ich nicht herum.
Was jetzt wieder neu erfunden wird gab es schon einmal, z.Bsp.: Medizinische Versorgungszentren (hieß damals Poliklinik), Kindertagesstätten, mußte ja alles weg- weil sozialistisch!
Fragen Sie doch mal ihre Nachbarn, Freunde u.s.w., was sich für sie persönlich verbessert hat!
Die Reisefreiheit die von den OSSIS so ersehnt zum Beispiel, wer kann überhaupt noch reisen, nur diejenigen welche auch früher schon fahren konnten! Und das ist fakt!
Angst vor dem Rentendasein, wundert Sie das?
Was ist mit Riester?
Was ist mit der Jugendkriminalität?
Warum muß ich Angst haben, abends auf die Strasse zu gehen?
Ich könnte das alles unendlich fortsetzen!
Und übrigens, Herr Jörn, auswandern ist das eine, aber dableiben das andere.
Von einer Sache wegrennen bringt jeder, aber sich damit auseinandersetzen tun nur die wenigsten!
Warum kann oder soll Hr. Thierfelder seine Meinung nicht vertreten?
Ich finde es voll O.K. und muß ihnen sagen, das ich und gewiss auch noch viele andere seine Meinung teilen!
In diesem Sinne Heiko Sowart
Hallo herr Sowart,
jeder darf hier seine Meinung vertreten. Die Frage bleibt: was bringt es hier in Forum zu schreiben? Das ändert an der Situation nichts!!!! Wer sich gehör verschaffen will, muß auf die Strasse gehen, wie 1989.Mehr wollte ich damit nicht ausdrücken, als ich schrieb, handeln ist gefragt.
MfG Jönr
Herr Sowart,
ersteinmal muss ich sie allein dafür loben, dass sie nicht "rum jammern".
Ich bin der Meinung, dass aus ihrem und Herrn Theirfelders Beitrag eine gewisse Verhöhnung, von den Opfern der DDR und des NS-Regiems, herauszulesen ist. Ich halte es für notwendig, dass die Politik in vielen Bereichen kompromissloser gemacht wird, als es unsere derzeitigen Politker tun. Ein Feld auf dem eine kompromislosere Politik wünschenswert ist, ist die Arbeitslosenpolitik. Ich fodere aber keine kompromisslosere Politik und beginne gleichzeitig die DDR mit den "schönsten Farben als Paradies zu Malen." Wenn sie von ihren Erfarungen und Eindrücken aus der Zeit vo 89 berichten dann berücksichtigen sie bitte immer, dass diese subjektiv sind und es anderen in der DDR trotz Arbeit schlechter ging als es ihnen vielleich jetzt in der BRD und ohne arbeit geht, denn jetzt dürfen sie sagen was sie wollen und sie müssen keiner Partei mehr zustimmen.
Sehr geehrter Herr Heinze!
Werde verschönige ich die NS- Zeit noch die DDR, zumal mein Ur- Opa auch in Sachsenhausen eingesperrt war.
Ich möchte nur klarstellen, das eben nicht alles schlecht war, was in der DDR war.
Ich wünsche mir auch nicht die DDR- Zeiten zurück, obwohl ich nicht behaupten kann, das es mir heute viel besser geht.
Ich möchte nur klarstellen, das bewußt immer wieder auf die "Mißstände" in der ehemaligen DDR hingewiesen wird um die gegenwärtigen Probleme bewußt in den Hintergrund zu rücken.
Wenn man ordentlich Geschichte aufarbeiten will, muß man auch in den Schulbüchern anfangen und das passiert leider nicht!
Fragen Sie mal einen 16- jährigen Schüler, wie es zur Wiedervereinigung kam, was war die DDR oder gar die Staasi.Aber fragen Sie mal wer Hitler war, das wissen fast alle und der wird sogar auch noch verschönigt! Und, das ist eine Sauerei! Sonst würden nicht soviele Jugendlichen für die NPD sympatisieren und das ist Tatsache!
Von den meisten werden Sie falsche oder gar keine Antwort erhalten.
Das ist auch falsche Politik.
Von der Arbeitsmarktpolitik ganz zu schweigen und deshalb schreibe ich hier auch mit!
Man versucht oder noch besser man duldet, das Firmen ihre freien Stellen erst an Zeitarbeitsfirmen oder private Arbeitsvermittler melden, warum? Darüber brauchen wir doch eigentlich nicht zu diskutieren.
Also, wer arbeiten will geht in eine Zeitarbeitsfirma wird von dieser von A nach B gehetzt bekommt dafür einen Hungerlohn und wird so systematisch in die Armut getrieben.
Allein in Bautzen/ Sachsen gibt es mittlerweise 36 Zeitarbeitsfirmen!
Wenn es Mindestlöhne gäbe sähe es anders aus und die Unternehmen müßten auch wieder ihre Stellen an die Agentur für Arbeit melden, so wie es eigentlich angedacht wurde.
Alles andere ist einfach nur Abzocke!
Mit freundlichen Grüssen
Heiko Sowart
nanüchen Herr Sowart, Ihrem Ur- Großvater gehört Ihr Mitgefühl?
Aber, wenn er in Sachsenhausen eingesperrt war, dann hat er sich doch auch nicht den Spielregeln des Regiemes unterworfen und er wusste doch was ihm dann blüht...es ist bloss eine Ironie von mir aber merken Sie Ihren Widerspruch???
Herr Schütze, ich merke weder Wiederspruch noch etwas anderes!
Die Menschen die nicht wiedersprechen sind doch nur Mitläufer und die gab es früher und die gibt es heute, zum Wohle unserer Politik!Die Leute die damals versucht haben zu kämpfen, haben wirklich versucht was zu verändern, ist leider in die Hose gegangen / hätte aber auch gut gehen können.
Ich mache jedenfalls keine Witze oder teile ihre Ironie, Herr Schütze.
Ich möchte auch nicht behaupten, das ich ihren Kumpel wegen seiner damaligen Eskapade mißachte, nur hatte er damals eben nicht die richtige Lösung erwägt.
Jetzt werden Sie wieder sagen ich wiederspreche mich, nein das mach ich nicht!
Wenn solche Leute wie mein Ur- Opa nicht das gemacht hätten, was sie wirklich taten nämlich gegen ein Regime oder Diktatur zu arbeiten, wäre Deutschland nicht das geworden was es heute ist.
Einfach abhauen wie ihr "Kumpel" ist oder war einfach nicht die richtige Lösung.
Davonrennen kann jeder!
Aber sich den Problemen stellen und vielleicht nur daran mitarbeiten, das machen nur die wenigsten, so wie Sie Herr Schütze!
Sie eiern ringsrum!!!
sowart@aol.com
Herr Sowart
in meinem letzten schreiben, in dieser Rubrik, habe ich bewusst übertrieben. Die DDR hat sicher viele positive Seiten gehabt. Ich wollte in meinem Schreiben die DDR nicht schlechter darstellen als sie war. Eine dieser positiven Seiten ist, dass sich die DDR nie an einem Krieg beteiligt hat. Eine positiver Teil der DDR-Verfassung war das "Recht auf Arbeit".
Ein schlechter Teil der DDR war gewiß die Stasi und das MfS mit den dazugehörigen Menschenrechtsverletzungen.
Ich halte die Vorderung, dass in der Schule eine realistisches und richtiges Bild von der DDR gezeichnet wird für wichtig.
Ich will an dieser Stelle auch noch auf das Thema "Zeitarbeit" eingehen. Mir ist ein Fall aus Ulm/Baden-Würtemberg bekannt. In diesem Fall hat ein Ferienarbeiter mit zwei Zeitarbeitern zusammengearbeitet, die drei haben die selbe Arbeit gemacht. Der Ferienarbeiter erhält 9euro die Stunde plus "Lohnsteuerausgleich" (großteil der abegführten Steuern zurück). Die Zeitarbeiter erhalten von ihrer Agentur nur 7.50 und warscheinlich keinen Steuerausgleich. Das ist nicht gerecht, denn der Ferienarbeiter bessert nursein Taschengeld auf, die Zeitarbeiter hingegen müssen ihren Lebensunterhalt von diesem "Hungerlohn" beschtreiten.
In der Tat, Herr Sowart, meine Ironie war etwas überzogen und, in Anbetracht der damaligen Situation, etwas unangebracht.
Allerdings wollte ich Ihnen nur aufzeigen, dass Ihr Ur- Grossvater genauso zu Unrecht inhaftiert war, wie politisch Verfolgte in der DDR auch. Die Gründe waren unterschiedlich aber das Ergebnis bleibt doch wohl das Selbe!
Zumal, wenn ich mal wieder nur meine Sicht darstellen darf, ich Ihre Begründung etwas anders sehe.
Alle die, die poltisch verfolgt und inhaftiert wurden oder auch die, die gewaltsam versucht haben die DDR zu verlassen und dazu gehört auch mein "Kumpel", wie Sie ihn bezeichnen, gehört mein Respekt!
Denn sie waren weder Mitläufer noch waren sie Feiglinge.
Sie hatten eher den Arsch in der Hose, so diesem Staat Protest zu zeigen, als einer der, von Ihnen vermeintlichen "Freiheitskämpfer", die in der DDR geblieben sind.
In meinen Augen und da nehme ich mich nicht aus, haben sie sich in irgend einer Weise zu Mittäter gemacht weil sie es geduldet haben.
Am Ende war es doch wieder der kleine Mann, der all seinen Mumm zusammen gerissen hat und dieses System zum Kippen brachte.
Und in gewisser Weise haben auch solche Leute, denen Ihr Mitgefühl nicht gehört, dazu bei getragen!
Drängt sich mir die Frage auf, wie haben Sie sich denn in der DDR den Problemen gestellt? Denn offensichtlich gehörten Sie ja den dort Verbliebenden an`.
Aber ich möchte dieses Thema hiermit auch beenden, weil, wie Sie es schon einmal bemerkt haben, zu weit vom Ursprungsthema abweicht.
Ihr netter Eiermann ;-)
Herr Sowart, ich muss Sie doch nochmal belästigen, mit diesem leidgen Thema.
Sind mir doch noch ein, zwei Fragen dazu aufgefallen, in Ihrer harschen Kritik an mich.
Was sgen Sie denn den Müttern die ihre Kinder an der Mauer verloren haben, undzwar auf beiden Seiten.
Sagen Sie denen auch, selbst schuld, jeder wusste was auf sie zukommt?
Ich meine, sie möchten es auch nur verstehen wollen, warum ihre Kinder so einen sinnlosen Tot sterben mussten!
Sie sehen, ich widerspreche Ihnen, ich widerspreche auch dem ML- Gesetz-- dann bin ich ja, Gott sei Dank, kein Mitläufer, wie Sie von mir annehmen...
Herr Schütze, haben Sie es immer noch nicht kapiert, es gab zwei unabhängig voneinander getrennte Staaten, einer hieß BRD, der andere DDR.
Jeder Staat hatte eine eigene Verfassung, die eine besser, die andere schlechter.
Durch was es zur Wende kam brauch ich ihnen ja nicht zu schreiben Sie und ich sind gewiss nicht auf die Strasse gegangen!
Gemacht haben das nur Leute wie ihr "Kumpel"(Entschuldigung), weil Sie, Herr Schütze, nie im Leben dazu den Mut gehabt hätten so etwas zu machen.
Was ich von ihrer Aussage halten soll:"was sagen Sie den Müttern die ihre Kinder an der Mauer verloren haben", bitte Herr Schütze ins Detail sonst kann man keinerlei korrekte Antwort geben.
Welche Mütter meinen Sie?
Die Ost- Mütter/ oder die West- Mütter?
Sind die westdeutschen auch über die Mauer abgehauen?
Also, wenn dann ordentlich, Hr. Schütze.
Bei Fragen bitte noch mal ihre Veröffentlichung nachlesen.
Und, übrigens Herr Schütze, ob Sie nun gegen den ML sind oder nicht ist mir eigentlich egal, aber man kann auch nicht nur ständig vom Thema abweichen, so wie Sie es ständig machen.
Und genau das ist es was ich unserer Regierung vorwerfe!
So Herr Schütze, jetzt sind Sie wieder dran!
Aber das Thema nicht vergessen!
Heiko Sowart
Nun Herr Sowart, ich will Ihnen gerne meine Geschichte erzählen:
Ich hatte eine schöne Kindheit, ich lernte die DDR von ihrer positiven und schönen Seite, als den Onkel der immer gut zu mir war, kennen, bin wohl behütet aufgewachsen und erzogen worden. Auch meine Eltern, die immer darauf bedacht waren, nur nicht nach außen hin auffallen, also typisches „Mitläuferverhalten“, trugen maßgeblich zu meiner Erziehung bei. Ich lernte sogar im Kindergartenalter schon Vieles, auch was z.B. Disziplin bedeutet.
Ja, es hat mir nicht geschadet!
Da war es für mich natürlich keine Frage, Jungpionier-, Thälmannpionier- und FDJ-ler zu werden, dass hat ja auch irgendwie Spass gemacht, denn der Onkel, der immer gut zu mir war, hat sich ja auch viel Mühe damit gegeben.
Auch stellte ich schnell fest, wenn ich mir mal nicht soviel Mühe gebe, man kümmert sich um mich und eine ganze Maschinerie stand hinter mir.
Ich wurde also immer größer und der Punkt der Berufswahl stand an, ich teilte den Zuständigen meine Wahl mit und der große Onkel wurde das erste Mal böse, zu mir. Sie hatten mir doch schon gesagt, für welche Rolle sie mich vorgesehen hatten. Ich hörte Sätze wie: „Wo kämen wir denn dahin, wenn jeder dass wird, was er gerne will.“ oder auch: „Wir müssen auch an die Planwirtschaft denken!“ oder: „Du musst auch mal wieder was zurück geben, von dem, was du erhalten hast“.
Aber ich wollte nicht die Rolle, in die mich der große Onkel drängte, ich wollte das machen was mich interessierte, wo ich mir vorstellen konnte, fünfzig Jahre meines Berufsleben mit Freude und Spass zur Arbeit gehen zu können. Ich wollte mich darin identifizieren können.
Meine Eltern redeten auf mich ein, ihre Meinung: du musst eine Berufsausbildung haben, ob du den Beruf dein Leben lang machst oder nicht.
Sicherlich bin ich heute meine Eltern dankbar dafür. Und so machte ich die Berufsausbildung.
Aber nicht des zu Trotz, es war nicht das was ich mir vorstellte. Unmittelbar nach der abgeschlossenen Berufsausbildung versuchte ich wieder meinen Weg zu gehen aber der große gute Onkel wurde abermals böse mit mir. Ich hatte kein Einsehen, ich wollte meinen Weg! Aber mein Weg war zunächst der, was man in der DDR asozial nannte. Der große liebe Onkel besuchte mich auch öfter um mich wieder auf ihren Weg zu bringen. Ich wurde kriminalisiert, zeitweilig inhaftiert und sogar das schärfste Instrument der DDR, die Staasi interessierte sich für mich. Plötzlich war der große gute Onkel nicht mehr der, wie ich ihn kennen gelernt habe. In dieser Zeit habe ich im Übrigen viele meiner „Kumpel“ kennen gelernt. Der große, nun böse, Onkel wollte mich weich kochen, ich wurde zu wirklich Kriminellen gesperrt, man wollte Geständnisse von mir erpressen…das ganze Programm. Und ich wollte nur meinen Weg gehen, um mehr ging es mir nicht. Ich wollte weder die DDR schädigen, noch verlassen, wollte sehr gerne arbeiten und nie asozial sein! Nur wollte ich meinen Weg gehen dürfen! Vier Jahre lang habe ich diesen Weg gehen müssen, in den mich der Onkel gedrängt hat. Vier Jahre hat meine Familie, meine Eltern, meine Schwester Demut erfahren müssen, vier Jahre lang hat meine Mutter um mich gebangt, geweint und für mich gekämpft. Und nach vier Jahren durfte ich dann plötzlich meinen Weg gehen.
Ja, ich hatte gesiegt aber der große Onkel war nicht mehr mein Onkel, weil ich kennen gelernt habe, was es heißt kein Mitläufer zu sein!
Das war Ihre DDR, Herr Sowart! Erzählen Sie mir also nichts, wer ich bin!
Wenn Sie des Lesens mächtig wären, müssten Sie mir keine so blöden Fragen stellen und wenn Sie sich mit Ihrer Geschichte beschäftigen würden, dann wäre es für Sie auch nicht erstaunlich, dass es sowohl auf der Ost- sowie auch auf der Westseite Mauertote gegeben hat.
Aber für Sie wahrscheinlich nicht vorstellbar, es hat auch Mauertote innerhalb der Mauer gegeben.
Ich darf Ihnen das Kompliment wieder zurück geben, Sie eiern rum, Herr Sowart!!!
Aber ehrlich gesagt, driftet diese Diskussion, Ihrerseits, ins Dreiklassen- Niveau ab und ich habe wenig Lust mich mit Ihnen auf diese Stufe zu stellen, weil es einfach nicht meine Niveau- Klasse ist!