Dumpinglohnmelder
garten 156.jpg
Sonntag 28. Mai 2006

Wochenende

Freitagabend war ich endlich wieder einmal beim Skatabend.

Übrigens ich bin in diesem Skatclub schon seit 23 Jahren. Es lief nicht so besonders. Aber was soll‘s, es wird auch wieder bessere Tage geben, wo man etwas bessere Spiele hat.

Am Sonnabend ging es in den Garten. Da gab es die erste Ernte: frische Radieschen. Lecker, lecker. Nach 3 Stunden machte Petrus uns einen Strich durch die Rechnung. Er brachte Blitz, Donner und Regen. Also wieder ab nach Hause.

Doch dafür hatten wir Zeit, für unseren Sohn endlich einen kleinen Zimmertisch zu holen. Ihm gefiel ein kleiner Tisch, den es gerade in der Werbung gab. Gesagt, getan und ab ins Auto.

Der riesige Einkauf ging problemlos von statten. Kaum zu Hause angekommen und den Tisch ausgepackt, das Entsetzen. Man hat uns den falschen Tisch gegeben. Also wieder ins Auto und den Tisch umgetauscht.

Jetzt war es der richtige.

Jetzt steht er zusammengebaut im Zimmer von Marcel.

Heute, am Sonntag ist nicht viel bei uns passiert. Marcel hat Essen gekocht, meine Frau die Wäsche gewaschen und gebügelt.

Ich habe derweil kleinere Reparaturen in der Wohnung ausgeführt.

Jetzt ist es fast 15 Uhr und ich muß wieder auf Arbeit.

Wir werden sehen, ob die nächste Woche mal was Erfreuliches bringt.

 

 

Kommentare

 
Marc · Montag 29. Mai 2006 · 14:14
Zimmertisch aus der WERBUNG?
Kaufen sie denn solche Produkte neu? Mein Möbiliar ist allesamt gebraucht gekauft worden.
Dadurch kriegt man Qualität zum niedrigeren Preis.
 
Matthias · Montag 29. Mai 2006 · 19:18
Ja ich kaufe ab und zu etwas neues.
Der Tisch kostet 15 Euro.Eine Unsumme oder?
 
Martina · Montag 29. Mai 2006 · 20:32
Ich finde es einfach kleinlich, jeden Einkauf von Matthias und seiner Familie negativ zu kommentieren, wie hier diverse Male geschehen.

Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass es gute Qualität auch gebraucht durchaus nur äußerst selten zum kleinen Preis gibt. Außerdem muss man dafür viel Zeit und Mühe aufwenden, die Matthias und seine Frau bei ihren Arbeitszeiten wahrscheinlich nicht übrig haben.

ABER es geht hier um etwas Anderes: Es geht darum, für seine Arbeit angemessen bezahlt zu werden. Dann kann man entscheiden, wofür man das Geld ausgibt und ob man mit etwas Gebrauchtem das Geld spart, wofür man sich dann etwas Anderes leisten kann.

Anmerkung: wenn niemand das Geld hat, neue Dinge anzuschaffen, gibt es auch niemanden, der die abgelegten Dinge mehr oder weniger günstig verkaufen kann.

Und wenn niemand Geld zum Ausgeben übrig hat, gibt es auch niemanden, der die Dinge und Dienstleistungen in Anspruch nehmen kann, die wir in diesem Land produzieren. Ist vielleicht ein bisschen vereinfacht, aber ich wünsche meinen Kindern nach ihrer Ausbildung auch Kundschaft, die das kaufen kann, was sie produzieren.

Hallo Matthias,
lass Dir die Dinge, die Du Dir durch Deine Arbeit gerade so leisten kannst, nicht mies machen.

Viele Grüße
Martina
 
Marc · Dienstag 30. Mai 2006 · 00:54
Nein 15 Euro sind gut.
@Martina: Ich finde es auch wichtig, dass man für seine Arbeit angemessen bezahlt wird. Deshalb freuen wir uns alle auf die zusätzlichen 120 Euro im Monat mehr, die mit Einführg des MLs die Frau in der Familie (kenne leider ihren Namen nicht) mehr bekommen würde.

Aber mal eine Frage: was geschieht denn wenn die große Koalition nun doch keinen Mindestlohn von 7,50 einführt. Laut Merkel und Müntefering ist der Mindestlohn ja vom Tisch für diese Wahlperiode.

Wie können wir der Familie helfen, dass es ihr besser geht?

 
Martina · Dienstag 30. Mai 2006 · 22:18
Hallo Marc,

das ist natürlich eine berechtigte Frage und ich mache mir da schon seit geraumer Zeit so meine Gedanken. Ich persönlich habe das Glück, nicht in einem so absoluten Niedriglohnberuf arbeiten zu müssen. (Dass ich mit meiner Familie trotzdem ein niedriges Familieneinkommen habe, hat bei mir andere Gründe, sehr belastend ist die Situation trotzdem auch für mich und ich habe da sehr wohl so meine Erfahrungen.) Aber ich habe beruflich damit zu tun. Ich arbeite bei einer großen Firma und beauftrage u. a. auch z. B. Reinigungsleistungen, Gärtnerdienste und dgl. Ich verhandle und bestimme nicht über die Preise, von so einer Position bin ich weit enfernt, aber ich mache mir da schon lange Gedanken, was denn die Menschen für Stundenlöhne bekommen können, wenn die Anbieter der Dienstleistungen unter dem Druck stehen, in regelmäßigen Abständen die Preise für ihre Arbeiten senken zu müssen. In einer Zeit, in der die Preise, die die Menschen, die die Arbeit ausführen, bezahlen müssen, ständig steigen. Ich befürchte, der Markt wird da gar nichts regeln - sonst hätte er es schon lange geregelt. Der Markt drückt die Lohnkosten nach unten und die Lebenshaltungskosten nach oben. Ich befürchte, es wird sich erst etwas ändern, wenn der Gesetzgeber eingreift. Damit wird ja der Wettbewerb nicht abgeschafft.

Ich habe Verwandte in den USA. Die haben eine Ladenkette aufgebaut und sind schon ziemlich reich geworden. Sie bezahlen ihren Angestellten den jeweiligen gesetzlichen Mindestlohn. Das hindert sie nicht daran, immer noch reicher zu werden und sie finden es sogar befremdlich, dass es in Deutschland keinen Mindestlohn gibt. Das nur als Anmerkung. Wir haben ansonsten nicht viel Kontakt.

Allerdings möchte ich noch etwas zu Matthias sagen. Es gibt nicht nur im Osten Arme und Niedriglohnempfänger. Komm z. B. mal nach Gelsenkirchen, da machen immer mehr Geschäfte dicht, weil es keine Kundschaft mehr gibt, die dort einkaufen kann. Auch bei uns werden Vollzeitarbeitsverträge mit Gehältern von 1000 Euro brutto im Monat abgeschlossen. Betrifft auch Bekannte von mir. Die Tochter einer Freundin arbeitet nach abgeschlossener Berufsausbildung im Büro. Sie konnte nur einen Teilzeitarbeitsplatz mit 20 Wochenstunden ergattern, macht viele Überstunden, alle unbezahlt, und bekommt gerade mal 400 Euro netto raus.

Übrigens, zum Thema Mindestlohn: Vielleicht wäre auch ein bisschen mehr Werbung angesagt. Wen ich im Bekanntenkreis darauf angesprochen habe, war aufgeschlossen. Ich habe keinen einzigen negativen Kommentar bekommen. Nur wusste fast niemand überhaupt etwas davon.

Na ja, das wollte ich einfach noch anmerken.
Viele Grüße
Martina
 
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Kommentare
Christian
18. Mai 10:35

Hi, was soll man dazu noch sagen...... macht kein spass mehr mit einem Hungerlohn noch arbeiten zu ...weiter...

Renate
25. November 13:43

Finde ich auch schade! Vielleicht kommt jemand neuen...? Bin immer auf Neuigkeiten gespannt... ...weiter...

Siegfried Lau
24. November 11:39

Je mehr Firmen Hungerlöhne zahlen die vom Staat ergänzt werden umso reicher werden die Verursacher.Uweiter...

Jens
01. August 01:52

Schade, hab ich immer wieder gerne mal gelesen. Werd jetzt mal bei den anderen vorbei schauen.weiter...

Torsten
08. Juni 10:53

Und warum schreibt Matthias nicht mehr?weiter...

Siegfried Lau
19. August 20:03

Bravo, weiter so mit den Kräften die im Begriff sind den vorsorgenden Sozialstaat --vom Grundgesetzweiter...

Leser
15. August 09:50

Ich versteh die Leute nicht die sich andauernd beschweren... klar wird alles teurer, und ja die ...weiter...

Wolfgang Schwarz
13. August 23:03

Sehr geehrter Herr Schäfer, es ist beschämend, dass Sie sich zu gut sind, für 800 Euro plus Soziaweiter...

Tim
16. Juni 20:07

Ach ja und 7,50€ Mindestlohn ist wohl schon sehr knapp bemessen aber immerhin noch ein "Vermögen zu weiter...

Tim
16. Juni 19:59

"P.S: WARUM SOLL DIE LINKE undemokratisch sein? Oder ist es gerade IN eine Partei zu verteufeln die ...weiter...