Mein liebes Tagebuch
Mein liebes Tagebuch. Habe diese Woche ein ganz normale Schicht, die ich schon seit Jahren nicht mehr kenne. Von 6 Uhr bis 14.30 Uhr. Wenn alles gut geht. Eigentlich ist es schön, mal so eine Schicht kennenzulernen.
Man ist nachmittags mit der Frau zusammen, man kann mal nachmittags zusammen bummeln gehen und vieles mehr.
Aber wenn ich so eine Schicht einen ganzen Monat habe, fehlen uns 300 Euro. Wegen der Nachtschichtzuschläge.
Liebes Tagebuch, warum gibt es Menschen, die dich nicht richtig lesen bevor sie zur Tastatur greifen? Einige Kommentare würden sich anders lesen, wenn sie dich von Beginn an richtig lesen würden.
Oder sind das Menschen, die mit sich selber unzufrieden sind und es nur nicht zugeben wollen oder können? Warum machen diese Menschen nicht einfach bei der Initiative Mindestlohn mit?
Vielleicht haben sie genügend oder sie kapieren immer noch nicht, um was es eigentlich geht?
Fragen über Fragen. Antworten können nur sie sich selber geben.
Liebes Tagebuch, habe heute meine Nebenkostenabrechnung bekommen. Ein kleines Fiasko. 200 Euro nachzuzahlen. Können es nur abstottern. Seit drei Jahren wird nur nachgezahlt. Obwohl wir überall in der Wohnung sparen, wo es nur möglich ist. Nächstes Jahr wird wohl noch schlimmer werden. Wir lassen uns überraschen.
Liebes Tagebuch. Vielleicht habe ich wirklich keine Ahnung mit Geld umzugehen. Aber darum geht es dir doch nicht. Du willst doch eigentlich nur zeigen, wie es einer Familie, einer von sehr vielen, geht.
Gut, vielleicht reichen sogar 3000 Euro nicht aus, um über die Runde zukommen. Du weißt es nicht, ich weiß es nicht, andere wissen es auch nicht.
Aber, mein liebes Tagebuch, ich sage es dir nochmal. Es geht nicht um uns, es geht um die Allgemeinheit, es geht um die Menschen und Familien, denen es noch schlechter geht!!
Solang wir uns gegenseitig zerfleischen, wird sich gar nichts ändern.
So, mein liebes Tagebuch, ich hoffe, dass du mal aus einer anderen Sicht gelesen wirst.
Tschüß, bis später.







