Wochenende in unserem Garten
Als erstes muß ich mich entschuldigen, dass ich mich erst jetzt melde.
Aber das Wetter ist so spitze, dass wir in unseren Garten gehen mußten.
Es war einfach traumhaft schön.
Wir haben ein Kesselgulasch gemacht, einfach vom feinsten.
Gequatscht wurde von Gott und der Welt. Am Ende sind wir wieder beim Mindestlohn angelangt. Da erfährt man mal so nebenbei, dass eine Gartenfreundin gerade mal 4,70 Euro verdient. Das in einem Fleischerfachgeschäft mit sehr vielen Filialen in Dresden. Bestimmt nicht bloß in Dresden.
Sie ist von Beruf -FLEISCHER- also nicht ungelernt.
Aber sie ist froh, überhaupt Arbeit zu haben.
Der Name dieses GROSSEN Unternehmens ist RICHTER aus Oederan. Liegt im Erzgebirge. Es ist ein komplettes Familien-Unternehmen.
Sie hat aber nicht den Mut, in die Öffentlichkeit zu gehen. Mit einem einfachem Grund: ANGST!! Angst um ihre Arbeit.
Angeblich ist sie zufrieden, das wird aber nicht nur von mir stark angezweifelt.
Man sieht also, es geht nicht um uns, sondern um alle, die wenig oder fast gar nichts verdienen. Obwohl sie hart dafür arbeiten.
Heute haben wir unseren -Pool- aufgebaut und ihn gleich eingeweiht.
Am liebsten wären wir im Garten geblieben. Aber morgen früh 1 Uhr ist für mich die Nacht vorbei.
Übrigens, wir haben nicht Fußball geschaut.
Ich habe mir auch schon überlegt, ins Ausland zu ziehen. Aber ist das eine Lösung?? Bestimmt nicht. Wenn jeder so denkt und handelt, wäre Deutschland menschenleer.
Wer ins Ausland zieht, entzieht sich der Verantwortung für sein Land.
Ich meine nicht die Menschen, die wegen ihrer Firma müssen, oder weil sie Familienmitglieder da haben.
Andere Länder machen uns vor, dass das mit dem ML klappt. Wir kopieren so viel aus dem Ausland, warum nicht endlich den Mindestlohn!!!!







