Dumpinglohnmelder
Montag 21. Mai 2007

Bin wieder im Netz

Erst mal eine Enschuldigung an alle, die auf einen neuen Eintrag von mir gewartet haben.

Erst war mein Internetanschluss kaputt. Mein Kater Max hatte sich am Kabel zu schaffen gemacht, diese wurden zwar ausgetauscht, aber es ging trotzdem nichts. Erst bei einem Telefonat mit meinem Betreiber wurde alles wieder ins Lot gebracht.

Obwohl alles wieder in Ordnung war, hatte ich kein Interesse zu schreiben. Ich war leer und ausgebrannt. Jetzt geht es wieder. Ich bin wieder gut drauf.

In den letzten 3 Wochen wurden ja einige Kommentare auf dieser Seite losgelassen. Fast alle hatten Hand und Fuß, ich meine natürlich den Inhalt der Kommentare. Es gibt aber leider noch viele Menschen, die einfach nicht kapieren wollen, um was es eigentlich geht.

Es geht bei unserer Regierung los und endet bei irgend welchen Querulanten, die mit sich und der Welt nicht zufrieden sind, OBWOHL sie genug zum Leben haben und nicht jeden Cent 3 mal umdrehen müssen.

Da quasselte ein Herr Enak Ferlemann solchen Blödsinn ins Mikro, dass man glauben könnte, er hätte eine gespaltene Persönlichkeit. Auf der einen Seite lehnt er den Mindestlohn ab, um 3 Sekunden später die Dumpinglöhne zu verurteilen. Es gibt keine Dumpinglöhne mehr, wenn es einen Mindestlohn gibt.

Alles nachzulesen in den Cuxhavener Nachrichten vom 1/2 Mai 2007. Er ist natürlich Mitglied der CDU. Also wieder ein Verstoß gegen den Kürzel des Namens CDU!!

Obwohl, es ist ja nicht nur die CDU, die SPD ist nicht besser. Sie will zwar einen ML. aber nicht in dieser Höhe. Ihr würden 5-6 Euro ausreichen.

Was soll das? Wissen diese Herren und Damen überhaupt noch was sie reden?

Es gibt viele Politiker, die der Meihnung sind, sie haben zu wenig Geld für ihre „Arbeit bekommen“. Siehe Dresden. Dort wird der gesetzliche Mindestlohn mal so eben auf 600 Euro angehoben. Sie wollen ja keine Hungerpolitiker sein.

Ich und viele Millionen Menschen in Deutschland wären bestimmt gern Hungerpolitiker!

Warum sind wir es nicht geworden? Kleine Anmerkung: Es gibt Politiker, die ehrlich zu sich selbst und ihren Wählern sind. Leider sind diese in der Minderheit.

Wir haben nicht studiert. Wenn alle sagen: hätte ich bloß studiert, wäre Deutschland ein Land mit einem Stundenlohn von 10 Cent. Natürlich nur diejenigen, die Brötchen backen, Wäsche waschen, Grünanlagen pflegen und so weiter. Was ist aber, wenn diese auch studieren?

Vielleicht mache ich es so, wie Heinz es vorschlägt. Die Katze zum Schlachter, die Grünanlagen zum Kartoffelfeld umwandeln und die Wäsche wird im Fluss gewaschen. Und wenn man ein Bedürfnis hat, geht man in die Büsche. Wenn noch welche vorhanden sind.

Noch eine Antwort an Heinz.

Zum 1. Mai war ich an den Ständen von den Gewerkschaften und auch den Parteien. Die einzigen, die mir etwas zugehört haben, waren -Die Linken- der Rest? Ich war enttäuscht. Auch von den Gewerkschaften Verdi und NGG. Dort wurden lieber Privatgespräche geführt, als sich mit den Menschen zu unterhalten. Ich war über 4 Stunden auf dem Schloßplatz in Dresden. Ich habe viele Versuche unternommen, mit den Vertreten der verschiedenen Gewerkschaften und Parteien ins Gespräch zu kommen. Wie gesagt, Die Linken waren wenigstens zum Teil bereit, mir zuzuhören.

Noch eines. Meiner Frau haben sie die Stunden gekürzt. Das Ende vom Lied? Im Monat Mai 300 Euro weniger.

Ich werde wohl die Katze schlachten müssen und die Wiese mit Kartoffeln bestücken müssen.

Voltaire schrieb: Jedes Land, in dem Betteln ein Beruf ist, wird schlecht regiert!

Oder stellt unsere Regierung in Frage: In Deutschland wird gebettelt??

 

Autor: Matthias
 
Dienstag 8. Mai 2007

Blick über den Gartenzaun

Komme wie die letzten 6 Wochen, oder waren es 12 Wochen, ich weiß es nicht mehr, aus der Nachtschicht. Habe gerade Kartoffeln geschält, dazu den Spinat aufgetaut, damit meine Frau, wenn sie von Arbeit kommt, gleich eine warme Mahlzeit hat ohne sich groß was zu kochen. Denn sie muß ja 16 Uhr wieder los. Ich esse erst so gegen 14 Uhr, manchmal auch 16 Uhr. Kommt darauf an, wann ich aufstehe.

In den letzten 10 Tagen gab es wiedermal tüchtige Turbulenzen in unserer Kasse. Alle wollen was haben. Die TÜV-Reparaturen waren schon heftig, das haben wir gerade noch verkraften können. Davon hatten wir uns etwas erholt, da kommt der nächste Schock.

Unsere Katze wurde krank, also zum Tierarzt. Kosten: 99 Euro. Die Gartenpacht musste bezahlt werden. Kosten: 270 Euro. Übrigens, seit 2007 ist unsere Pacht gestiegen. Wir müssen Vorauszahlungen leiten, weil seit 01.01.2007 die Strompreise in Dresden um 15 % gestiegen wurden.

Ich meine wirklich gewurden.

Sonst war unsere Pacht so zwischen 120 und 150 Euro pro Jahr.

Ende Mai kommt auch noch die Steuer fürs Auto.

Zu guter Letzt wurden meiner Frau auch noch die Stunden gekürzt. Ca. 200 Euro weniger in der Kasse.

Wir haben deswegen schon den Besuch zu meinem Schwager in Oberhausen absagen müssen. Er wird 50.

Trotzdem ist es immer wieder schön, wenn man am Wochenende in den Garten gehen kann.

Es wäre für unsere Politiker mal sehr ratsam, sich mal unerkannt unters Volk zu mischen. Nur dort würden sie erfahren, was es bedeutet mit einem Hungerlohn auszukommen.

Am letzten Wochenende haben wir etwas erlebt, es war für mich eine total neue Erfahrung! Wir waren abends im Garten und es kamen 2 Gartenfreunde zu uns. Eigentlich nichts Besonderes, aber nach 2 Stunden waren wir 20 Personen. Sie brachten sogar Stühle mit. So viele habe ich nicht.

Es ging nur um eines:  Mindestlohn!

Einige sagten: Es ist richtig was ich mache. Einige wiederum: es bringt nichts. Und schon war die beste Diskussion im Gange. So was müssten sich unsere Politiker anhören!!

Viele waren zum Schluss der Meinung, die Regierung will, dass das Volk denkt, es bringt nichts, sich zu organisieren. Warum wohl?

Zum Schluss noch ein Wort über den 1. Mai in Dresden!

Die Prager Straße wurde zum Trödelmarkt umfunktioniert. Die Gewerkschaften wurden auf den Theaterplatz verbannt. Einige hundert Quadratmeter. Da ist eine sinnvolle Begegnung von Parteien und Gewerkschaften fast unmöglich. Ich weiß nun nicht, ob das so gewollt war, oder ob das die Stadt Dresden so wollte.

Ich habe mich dafür geschämt!!!

 

Autor: Matthias
 
Donnerstag 26. April 2007

Warum?

Es ist jetzt zurzeit ein super Wetter in Dresden. Es ist warm und es scheint die Sonne. Das meine ich nur wetterbedingt. Die Sonne scheint bestimmt nur für die wenigsten. Aber vor allem für unsere Politiker.

Bei uns auf Arbeit merke ich, dass es wieder langsam mehr wird. Das heißt für mich und meine Kollegen, die Zeit von nur 8 Stunden pro Schicht geht vorbei. In Zukunft werden es wohl wieder 9,5 - 11 Stunden pro Schicht werden.

Gestern hatte ich ein Gespräch mit meiner Frau. Es ging um meinen persönlichen Einsatz für die Initiative Mindestlohn. Sie sagte mir: jetzt hast du etwas angefangen, dann musst du es auch zu Ende bringen.

Es ging um meine Bedenken, dass ich meine Anonymität aufgegeben habe. Meine Frau bestärkt mich darin, jetzt gibt es kein zurück mehr. Ich gebe Ihr Recht.

Zurzeit schreibe ich am PC, koche das Mittagessen und lese nebenbei die Zeitung. Vor 5 Minuten habe ich mitbekommen, dass kein Salz im Haushalt ist. Wir hatten zwar welches gekauft, aber es im Garten vergessen. Also muss ich meinen Bericht kurz unterbrechen und schnell noch welches holen.

So, bin wieder da. Das Salz ist da, Kartoffeln sind gesalzen, die Beilage auch und weiter gehts.

Warum nur ignorieren unsere gewählten Politiker den gesetzlichen Mindestlohn von mindestens 7,50 Euro?

Warum ist die Parteidisziplin stärker als das Gewissen und stärker als das Grundgesetz?

Warum wird in Deutschland alles in ein ideologisches Muster gesetzt?

Warum haben Unternehmer, die ihren Leuten tarifliche oder faire Löhne zahlen, keine Chance, einen Auftrag zu bekommen, weil sie unterboten werden???

Warum muss ein Beschäftigter, der Vollzeit arbeitet, mit Wohngeld und vielem mehr unterstützt werden??

Warum haben wir Lohndumping??

Warum vertraut unsere Regierung sogenannten Wirtschaftswissenschaftlern, die meilenweit von der Praxis leben, anstatt den Menschen zu trauen die sie wählen???

WARUM, WARUM ?????

 

Autor: Matthias
 
Mittwoch 25. April 2007

Der Stein ist ins ROLLEN gekommen

Bin nun wieder zu Hause und sitze vorm PC.

In den letzten 2 Wochen geht es bei uns etwas ruhiger zu. Habe zurzeit nur noch ca. 8 Stunden zu arbeiten. Das ist auch mal nicht schlecht. Man ist nicht so geschafft, wenn man von Arbeit kommt.

In 2 Wochen wird es wieder anders aussehen. Das ist saisonbedingt. Und natürlich liegt es auch am Wetter. Bei miesem Wetter wird wenig gegessen bzw. gegrillt. Das ändert sich schlagartig, wenn ein super Wetter bevorsteht.

Ich hätte nicht im Traum daran gedacht, was es für eine Lawine auslöst für mich!

In meiner Firma werde ich jetzt angesprochen über mein Tagebuch und natürlich über meine Öffentlichkeits- Darstellung.

Bis auf einen Kollegen gab es eigentlich nur positive Bemerkungen.

Der eine Kollege behauptet doch allen Ernstes, ich würde die Firma verraten. Die Firma, die mir Lohn und Brot gibt. Aber alle, die dieses gehört haben wissen, was dieser Mensch für ein armes Würstchen ist. SEIN größtes Problem ist er selbst. Aber dank ihm wurde der Artikel der SZ (Sächsische Zeitung) bei uns in der Firma richtig publik!

Heut war ich nach Feierabend an der Tankstelle. An dieser war ich vor einem halben Jahr das letzte mal. Trotzdem wurde ich angesprochen und es wurde mir viel Glück für meinen weiteren Einsatz zum Mindestlohn gewünscht. Auf unserer Flaniermeile, der Pragerstraße in Dresden, wurde ich auch schon von wildfremden Menschen angesprochen und sie haben mir viel Mut zugesprochen. Das gibt Auftrieb!!

Übrigens, fast alle, die über meine Internettätigkeit wissen und über den Medienrummel um mich, fragten: Was hast du dafür kassiert? Meine Antwort: Nichts! Ich mach alles im Interresse der Sache wegen. Ich weiß noch nicht eimal, ob es dafür überhaupt etwas gegeben hätte. Es ist mir EGAL.

Mein Ziel ist es, dass sich noch mehr Menschen öffentlich machen, denen es genau so geht wie mir und meiner Familie.

Oder, was viel schlimmer ist: Denen es noch schlechter geht.

Heute habe ich in den Nachrichten gehöhrt, dass unser Bundestagsvizepräsident W. Thierse behauptet, das Volk ist zu FAUL um zu wählen! Ich sage nur: Dümmer gehts Nimmer!

Die Unfähigkeit der meisten Politiker kennt keine Grenzen mehr. Statt sich mal zu überlegen, warum die Menschen nicht mehr wählen wollen, erfindet man einfache Ausreden. Wie es scheint, weilt unsere Regierung in einem Wintertiefstschlaf!

Ich wünsche ihnen kein bitterböses Erwachen!

Oder doch?

Aus Schaden wird man klug! Oder man schläft weiter und verschläft die Zeit.

Ich glaube, das hatten wir erst vor kurzem! Es ist noch nicht lange her.

 

Autor: Matthias
 
Dienstag 24. April 2007

10 verrückte Tage

Erst mal eine Entschuldigung, dass ich lange nichts mehr von mir hören bzw. sehen lassen habe. Aber es waren 10 Tage, die es in sich hatten. Es waren zwar nicht „10 Tage, die die Welt erschütterten“, aber mir kam es in etwa so vor.

Übrigens, es gibt einen Roman mit diesem Titel. Der Autor ist bzw. war John Reed.

Über ihn ist auch ein Film gedreht worden, der mit 3 Oscars geehrt wurde. Aber das ist nicht das Thema.

Jetzt das eigentliche:

Wie immer bin ich seit einer knappen Stunde zu Hause und habe nun endlich mal Zeit, wieder über mich zu schreiben. Ohne Jux, es war vorher fast nicht möglich oder ich war einfach zu müde.

Der Grund ist einfach zu erklären.

Im Oktober des Jahres 2006 habe ich dem Nachrichten-Magazin „Der Spiegel“ ein Interview gegeben. Damit kam die Lawiene ins Rollen.

Abgedruckt wurde dieses Gespräch zwar erst vor 3 Wochen, aber seit diesem Tag habe ich wenig Ruhe.

Mir ist bewusst, dass ich seit dem Tag meine Anonymität aufgegeben habe. Ob es für mich Konsequenzen hat, kann ich noch nicht abschätzen.

Aber ich habe eines : EIN RUHIGES GEWISSEN!!

Verschiedene TV-Sender haben seither angefragt. Einigen habe ich abgesagt. Auch eine Zeitung fragte an. Ihr sagte ich zu. Die SZ. Die SZ ist nicht die Süddeutsche Zeitung, sondern die Sächsische Zeitung. Der Artikel kam gestern.

Ich hoffe, dass dieser Artikel zur Anregung dient und sich noch mehr Leute aktiv an dem Kampf für einen gesetzlichen Mindestlohn beteiligen.

Übrigens, wenn ich einen Eintrag schreibe wie diesen, mache ich nebenbei noch Mittag für meine Frau und versuche den Haushalt zu schmeißen.

Obwohl ich nur mit Einfingersuchsystem schreibe. Aber es geht ganz gut.

Für mich ist es immer noch ein Rätsel, warum unsere sogenannten Spitzenpolitiker so gegen den gesetzlichen Mindestlohn sind.

Haben sie Angst um ihre Parteispenden?

Oder steckt mehr dahinter von allem, was wir ahnen?

 

Autor: Matthias
 
Montag 16. April 2007

Der vierte Versuch!

Ich bin heilfroh, dass es jetzt endlich geklappt hat. Seit Ostern hatte ich ein Problem mit meinem PC. Immer, wenn ich einen Eintrag geschrieben hatte und ihn abschicken wollte, war er weg. Ich bin bald verzweifelt. Letztendlich habe ich mich an meinen Nachbarn gewendet, der das Problem behoben hat. So richtig weiß er aber auch nicht, an was das gelegen hat. Er vermutet, dass ich zu lange in der Seite bin. Er weiß es aber nicht.

Wenn ich eine Seite schreibe, das dauert übrigens im Schnitt 2-3 Stunden. Mit Unterbrechungen natürlich. In der zwischenzeit wird die Wohnung auf Vordermann gebracht und auch Mittagessen gekocht.

Also versuche ich es heute auf die Schnelle.

Ich habe mich ja nun seit dem 3. April nicht mehr gemeldet. In der Zwischenzeit ist auch viel passiert.

Als erstes war ja ein kleiner Artikel im -Stern-. Dann war ja auch noch Ostern. Wir warem im Garten und haben unsere ersten Gartenarbeiten getätigt.

Man kann es sich kaum vorstellen, aber es hat richtig Spaß gemacht. Auch wenn es eine harte Arbeit ist, einen Komposthaufen zu sieben. Also die gute Erde raus zu filtern. Wenn man noch die Tulpen und die anderen Blumen sieht, wird es einem doch richtig warm ums Herz. Das Wetter hat zwar nicht mitgespielt, aber schön war es doch.

Das letzte Wochenende war ja ein kleiner Vorgeschmack auf den kommenden Sommer. Einfach traumhaft. Allerdings möchte es schon ab und zu auch mal regnen. Ich hoffe, das passiert nur in der Woche. Dann brauche ich nicht gießen und wir sparen Wasser.

Zurzeit geht es bei uns auf Arbeit etwas ruhiger zu. Na klar gibt es ein bis zwei Tage in der Woche, wo man doch wieder 11 Stunden am Arbeiten ist. Aber ansonsten ist man nach 9 Stunden zu Hause.

Noch mal zu unserem Garten. Jetzt geht allerdings die Zeit auch los, wo man in einem Garten was investieren muss! Wer nicht sät, kann auch nichts ernten.

Nächste Woche werde ich mir einen neuen Zaun bauen. Nicht aus den herkömmlichen Zaunfeldern, sondern aus Dachlatten. Das ist genau so gut für einen Zaun zu gebrauchen und ist um vieles billiger als das herkömmliche Holz. 3 Meter kosten zu Zeit ca. 0,49 cent.

Nun was anderes.

Ich glaube, unser Politiker spinnen. Nein, kein Garn, sonder Hirngespinste!!! Da wird eine Mindestlohnbehörde eingerichtet, die sittenwiedrige Löhne verfolgen soll. Was soll der Schwachsinn?

Unsere Leute in den Krieg schicken, das können sie. Aber um den Menschen, die vollbeschäftigt sind, einen Lebensgrundlage zu schaffen, womit man auch existieren kann, das können sie nicht.

Es gibt einen Comicfilm - Asterix und Obelix-. Dort sagt der eine immer: Die spinnen doch die Römer! Es müsste jetzt einen Film geben, wo man sagt: die spinnen doch die Deutschen, aber die Politiker!!!

Obwohl, da braucht es keinen Film.

So traurig wie es ist. Es ist Realität geworden. Unsere Politiker spinnen nicht bloß. Mir kommt es vor, als wenn sie nur noch phantasieren.

 

Autor: Matthias
 
Dienstag 3. April 2007

Was ist - Wohlstand- ?

Bin jetzt seit einer halben Stunde wieder zu Hause. Es ist jetzt gerade 6 Uhr 30. Seit gestern 19 Uhr 30 war ich arbeiten. Bin zwar geschafft, will aber schnell noch einen neuen Eintrag in mein Tagebuch schreiben.

Gestern war ich einkaufen, um den Kühlschrank wieder etwas zu füllen. Etwas Wurst, Käse, Brot, Spühlmittel, Waschpulver, Getränke und natürlich Katzenfutter für unsere 2 Katzen. Kosten: 30 Euro. Bei ALDI. Die Nahrungsmittel werden ca. 3 Tage ausreichen. Da ist aber noch nichts dabei, was wir mittags essen. Da haben wir noch einige Konserven im Haus. Bzw. noch was im Tiefkühlfach.

Später habe ich mich an den PC gesetzt und habe noch einige Versandhauskosten bezahlt. Nichts Weltbewegendes, nur das was wir mal wieder brauchten. Ich eine Hose für 24 Euro, meine Frau einen Bikini für 15 Euro und neue Bettwäsche. Schon waren 60 Euro wieder weg. Die Woche vorher haben wir auch ganz schön tief in die Börse greifen müssen. Unser Auto ist durch den Tüv gekommen, aber die Gesamtsumme belief sich auch auf 400 Euro. Damit sind unsere Ersparnisse wieder bei Null.

Es wird gesagt, in diesem Tagebuch wird nur gejammert.

Es stimmt. Wir haben auch keinen Grund, uns zu freuen. Vielleicht sollte es nicht Tagebuch, sondern

DAS BUCH DES JAMMERNS heißen!

Was haben wir noch zu erwarten? Ich werde 49, meine Frau 50. Was soll man da noch tun? Wir sind froh,dass wir noch Arbeit haben. Eine andere Arbeit würde ich vielleicht noch bekommen, aber mit noch weniger Geld. Also wird gearbeitet, bis es nicht mehr geht.

Was ist Wohlstand.

Nicht jeden Tag aufs Geld zu schauen? Jedes Jahr in den Urlaub zu fahren? Zu überlegen, kann man sich die Hose oder die Schuhe oder das Hemd überhaupt leisten? Keine Marken-Klamotten!

Es gibt viele gute Ratschläge. Das ist das eine. Sie verwirklichen zu können, das andere. Mir ist nichts in den Schoß gelegt worden. Ich habe dafür körperlich hart gearbeitet. Ich möchte auch mal wieder in meine Stammkneipe gehen und über Gott und die Welt reden. Aber ich kann es mir nur selten leisten.

Übrigens, in den letzten 15 Jahren waren wir 2 Mal im Urlaub. Jedes Mal auf einem Campingplatz. Einmal am Stadtrand von Dresden und einmal am Teupitzsee bei Berlin. Der Griechenlandurlaub ist mein großer Traum. Aber den muss ich Jahr für Jahr auf Eis legen.

IST DAS WOHLSTAND ?

 

Autor: Matthias
 
Freitag 30. März 2007

Deutschland - ein Staat der Lüge und des Betruges??

Hatte vorige Woche Urlaub, wollte eigentlich im Garten was tun, aber das Wetter spielte nicht mit. Jetzt wo Urlaub vorbei ist, ist das Wetter wieder super. Aber das kann man nicht ändern. Man muß es eben nehmen, wie es gerade kommt. Vor einigen Monaten konnte ich nicht wissen, was jetzt für ein Wetter ist. Oder doch? Es gibt ja Klimaexperten, die wissen schon jetzt, wie das Wetter in 10-50 Jahren aussieht. Warum arbeiten diese Leute nicht beim täglichen Wetterbericht?

Nun was anderes.

Gestern bekamen wir Post von einer Anwaltskanzlei. Wir sollten schnellstens eine Forderung in Höhe von 31,96 begleichen. Sonst geht es vor Gericht.

Wir wussten, um was es geht: Vor ca. 5 Monaten bekam meine Frau einen Anruf der Telefongesellschaft TELE 2. Sie wollten ihr einen Vertrag aufschwatzen und wollten unsere Daten, sprich Adresse. Sie wurde, als sie dies nicht sagte, im Gespräch öfters unterbrochen. Letztendlich sagte meine Frau: „Schicken sie mir die Unterlagen zu“, damit sie diese in Ruhe studieren könne. Es wurde zugestimmt und meine Frau gab unsere Adresse preis.

Diese Unterlagen haben wir nie bekommen. Stattdessen nach einem Monat die erste Rechnung. Diese und andere Mahnungen haben wir nicht für voll genommen. Und jetzt dieser Schock.

Wir haben keine Rechtsschutzversicherung!

Wir werden wohl zahlen müssen. Denn ich bin der Überzeugung, dass der Telefonmittschnitt geschnitten worden ist. Ich kann es bloß nicht beweisen. Das Ende vom Lied, wir werden zahlen müssen. Zwar unter Vorbehalt, aber eben zahlen.

UNSERE GROSSEN PARTEIEN streiten sich ja nun um die Einführung des Mindestlohnes. Dass sie sich nicht einig werden, war ja klar.

Was bedeuten eigentlich die Nahmen UNSERER GROSSEN PARTEIEN?

SPD - Sozial oder Sozialistisch?

CDU - Christlich und Demokratisch?

CSU das Anhängsel der CDU - Christlich und Sozial?

Ich zweifle alle drei Namen an.

Sie müssten - Die Unersättlichen - heißen!

Christlich - liebe deinen Nächsten, Sozial - hilf den Armen und Schwachen. Von diesen Namen sind sie meilenweit entfernt.

Wenn es um ihr eigenes Wohl geht, dann sind sie sich einig. Aber wehe es geht um andere. Dann sieht es schon anders aus!

Aber wenn irgend eine Wahl ins Haus steht, dann wird dem Volk Honig ums Maul geschmiert. Man will ja die Wahl gewinnen und regieren. Leider nicht reagieren.

Das Arbeitsamt oder wie es jetzt auch heißen mag, sagt: knapp 500.000 Menschen bekommen Stütze trotz Vollzeitarbeit. Meiner Meihnung nach ist das nur die Spitze vom Eisberg. Viele wissen es nicht, viele wollen es nicht - dem Staat auf der Tasche liegen.

Das Beste wäre, es würde sich eine Partei gründen mit dem Namen: - MML 7,5 - Mindestens Mindestlohn 7,5 Euro.

Bestimmt 2 Millionen Mitglieder.

 

Autor: Matthias
 
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Die Sendung zur Arbeit
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Kommentare
Renate
25. November 13:43

Finde ich auch schade! Vielleicht kommt jemand neuen...? Bin immer auf Neuigkeiten gespannt... ...weiter...

Siegfried Lau
24. November 11:39

Je mehr Firmen Hungerlöhne zahlen die vom Staat ergänzt werden umso reicher werden die Verursacher.Uweiter...

Jens
01. August 01:52

Schade, hab ich immer wieder gerne mal gelesen. Werd jetzt mal bei den anderen vorbei schauen.weiter...

Torsten
08. Juni 10:53

Und warum schreibt Matthias nicht mehr?weiter...

Siegfried Lau
19. August 20:03

Bravo, weiter so mit den Kräften die im Begriff sind den vorsorgenden Sozialstaat --vom Grundgesetzweiter...

Leser
15. August 09:50

Ich versteh die Leute nicht die sich andauernd beschweren... klar wird alles teurer, und ja die ...weiter...

Wolfgang Schwarz
13. August 23:03

Sehr geehrter Herr Schäfer, es ist beschämend, dass Sie sich zu gut sind, für 800 Euro plus Soziaweiter...

Tim
16. Juni 20:07

Ach ja und 7,50€ Mindestlohn ist wohl schon sehr knapp bemessen aber immerhin noch ein "Vermögen zu weiter...

Tim
16. Juni 19:59

"P.S: WARUM SOLL DIE LINKE undemokratisch sein? Oder ist es gerade IN eine Partei zu verteufeln die ...weiter...

Tim
16. Juni 19:43

Sind wir demokratisch? Auf dem Papier auf jeden Fall aber in der Realität? Na ja da bin ich mir lanweiter...