Dumpinglohnmelder
Mittwoch 31. Januar 2007

Es ist zu wenig

Erst mal eine Entschuldigung, weil ich gestern meinen Eintrag so kurz gefasst habe. Aber mein Chef rief mich an und darüber habe ich mich etwas aufgeregt. Heute ist aber alles im grünen Bereich. Also alles wieder in Ordnung.

Es ist zu wenig über den Mindestlohn zu reden und nur einige Berufsschichten in Betracht zu ziehen! Auf dem Bau klappt es doch, oder sehe ich das falsch? Ich lasse mich gerne aufklären.

Es ist gerade mal 4 Wochen her, da wurde gesagt, dass die Mehrwertsteuer kein Hinderniss ist für den Aufschwung des letzten Jahres.

Die Inflation beweist das Gegenteil. In 4 Wochen ist diese um über 2% gestiegen. Von Strom und Gaspreisen ganz zu schweigen. Das Problem ist: von den 5 Millionen Hungerlöhnern hat bestimmt keiner eine Lohnerhöhung bekommen. Wie sollen wir da noch menschenwürdig leben können?

Im Grundgesetz gibt es einen Artikel:

Die Würde des Menschen ist unantastbar!!!!!

Was macht unsere Regierung? Sie tritt die Würde von Mindestens 5 Millionen Menschen mit Füßen. Nur weil sie die Signale der Zeit nicht deuten können.

Deutschland will sooo groß sein! Im eigenen Lande aber humpeln sie Europa meilenweit hinterher.

 

Autor: Matthias
 
Dienstag 30. Januar 2007

Mir stehen die Haare zu Berge – ab zum Friseur/in

Wie immer bin ich gerade von der Nachtschicht gekommen. Habe kurz verschnauft und den Computer nach langer Überlegung gestartet.

Warum?

In den letzten Tagen haben mich unsere Politiker so sehr enttäuscht wie lange nicht mehr. Der Bundestagspräsident sagt doch nicht allen Ernstes, Politik muss wieder attraktiv werden! Darum müssen die Diäten erhöht werden!

Für was legen diese Herren und Damen einen EID ab?

Einen EID, der zum Wohle des Volkes ist. Oder sollte es anders sein?

Sollte ein ML eingeführt werden, wären ca. 5 Millionen Menschen in Deutschland, die mehr Geld in der Tasche hätten. 5 Millionen. Eine große Zahl.

Wenn es 5 Millionen Euro wären, würde unsere Regierung bestimmt anders reagieren.

Ich hoffe nur, es kommt bei den nächsten Gesprächen etwas Sinnvolles raus.

 

Autor: Matthias
 

Montag 22. Januar 2007

Sturm über Deutschland

Da hat es uns ganz schön durchgeschüttelt bei diesem Orkan, der am Wochenende über Deutschland gewütet hat. Wir hatten Glück. Unser Haus, unser Auto und unser Garten haben es gut überstanden. Bei unserem Haus meine ich natürlich das Mietshaus, wo wir zur Miete wohnen.

Aber in unserer Finanzkasse steht uns warscheinlich ein größerer Sturm bevor. Meine Frau muss zu einer Kieferoperation. Wenn wir Pech haben, gehen bei ihr 2 Brücken verloren und auch Zähne. Und das, obwohl meine Frau regelmäßig zum Zahnarzt geht. Wir haben Angst, dass das Schlimmste eintritt. Nämlich neue Brücken und eventuell neue Zähne. Wie wir das bezahlen sollen, wissen wir noch nicht. Aber vielleicht haben wir ja Glück und es wird nicht so schlimm. In 2 Wochen wissen wir mehr.

Auch in der Politik ist ja ein Sturm im Gange. Nur das es da um Machtkämpfe geht. Das ist für viele Politiker wichtiger als das Wohl des Menschen. Hauptsache sie haben MACHT!

Unser Bundestagspräsident mahnt jetzt an, dass eine Diätenerhöhung schon lange überfällig ist. Sie würden ja so wenig VERDIENEN!!! Was verdienen aber die Millionen Hungerlöhner? Warum setzt er sich nicht dafür ein? Verdienen sie noch viel zu viel?

Herr Müntefering hat sich ja nun zum Mindestlohn geäußert. Aber viel raus gekommen ist bis jetzt noch nicht. Festgelegt um welche Höhe der ML sein soll, hat er sich auch nicht. Könnt also auch 5 Euro sein. Das ist aber zu wenig. Damit kann man nicht ohne fremde Hilfe leben. Von einem menschenwürdigen Leben ganz zu schweigen.

Die CDU will ja die sogenannten Kombilöhne. Aber davor warnen schon viele. Mit diesen Löhnen kann man extrem Mißbrauch betreiben.

Mir kommt es vor, dass der Großteil unserer Politiker eine Binde vor den Augen haben.

Also muss ein Sturm her, der diese Augenklappen wegreißt, damit unsere Volksvertreter mit offenen Augen durchs Leben gehen. Nicht nur durch ihre Parteizentralen.

 

Autor: Matthias
 
Dienstag 16. Januar 2007

Eine ganz normale Woche

Es ist Dienstag und es ist 11 Uhr.

Bin heute früh 7 Uhr nach Hause gekommen. Natürlich von der Arbeit.

Die Wohnung ist leer bis auf unsere Katzen. Habe mich hingesetzt und eine Flasche Bier aufgemacht. Das obligatorische Feierabend-Bier. Dann noch die Zeitung aufgeschlagen und gelesen was alles so passiert. Erfreuliches konnte ich schon lange nicht mehr lesen. Entweder geht es um Krieg, Kompetenzstreitigkeiten, um sogenannte Promis oder um irgendwelche Erhöhungen. Was auch immer, um Lohnerhöhungen, für Otto-Normalbüger natürlich nicht. Eher Anhebungen der Diäten unserer Volksvertreter bzw. der Vorstände irgendwelcher Konzerne.

Langsam stumpft man ab.

Viele sind schon abgestumpft. Das geht bis in den Bundestag rauf.

Nach der lehrreichen Lektüre der Zeitung, welche auch immer, geht es an den Haushalt.

Sauber machen, kochen und so weiter. Ca. 12 Uhr 30 kommt meine Frau nach Hause. Es wird gemeinsam gegessen, gequatscht und dann gehe ich schon langsam ins Bett. Abends weckt sie mich und eine Stunde später gehe ich auf Arbeit und sie ins Bett. So geht das nun schon seit 10 Jahren.

Herr Münterfering hat sich ja nun zum Mindestlohn geäußert. Aber nur für einen Teil der Berufe. Warum nicht für alle Berufe???? Das die CDU dagegen ist, war mir vorher schon klar. Früher hieß es: der ML würde Arbeitsplätze vernichten, heute heißt es: er würde keine Arbeitsplätze schaffen. Was stimmt nun?

ER würde alles beide sichern und mehren.

 

Autor: Matthias
 

Sonntag 7. Januar 2007

Ein neues Jahr – was wird es bringen?

Zuerst möchte ich allen ein gesundes und frohes neues Jahr wünschen.

Das Jahr begann für meinen Sohn nicht besonders. Er ist krank. Irgendetwas mit dem Magen. Aber nächste Woche kann er wieder arbeiten gehen.

Zurzeit ist bei uns auf Arbeit wenig los. Ich kann also nach 8 Stunden nach Hause gehen. Ich kann mich also etwas erholen. In 2-3 Wochen wird das wieder etwas anders aussehen, dann heißt es wieder 10-12 Stunden arbeiten.

Diesen Monat muß ich mit meinem Auto zum TÜV. Eigentlich kein Problem, ich habe aber die dumme Ahnung, dass mit meinen Bremsen etwas ist. Wenn das der Fall ist, werden ca. 300 Euro fällig. Mal sehen. Gehe nächste Woche zu einem befreundeten Mechaniker. Der soll mal eine Vorkontrolle durchführen. Vielleich habe ich ja Glück.

Irgendwie bin ich froh, dass der ganze Trubel vorbei ist. Ich meine Weihnachten und Silvester. Das geht ganz schön an die finanzielle Substanz. Es ist zwar eine schöne Zeit, aber für viele einfach nicht erschwinglich. Auch wenn man Arbeit hat und nur bei Aldi einkaufen geht.

Im Januar will sich ja Herr Müntefering zum Mindestlohn äußern. Mal sehen was dabei rauskommt.

Wenn der Mindestlohn eingeführt wird, gibt es eigentlich nur Gewinner. Man hat mehr Geld in der Tasche und kann dadurch mehr ausgeben. Wird mehr gekauft, wird mehr produziert, wird man mehr Leute einstellen. Also weniger Arbeitslose. Firmen, die sich mit Dumpingpreisen anbieten, würden auch wegfallen. Denn sie müssten ihren Mitarbeitern den Mindestlohn zahlen. Dadurch haben sie keinen Spielraum, mehr die Preise zu unterbieten.

Also ist der Mindestlohn für alle nur ein Gewinn.

 

Autor: Matthias
 
Samstag 23. Dezember 2006

Es ist Weihnachten

Die Zeit, die von vielen herbeigewünscht wird, von vielen als Geldschleuder verrufen ist, ist wieder da.

Eigentlich ist es eine schöne Zeit. Vor allem, wenn man Besuch bekommt und man wieder ganz in Familie ist. Aber das Negative ist, man gibt wieder Unmengen an Geld aus, um vor anderen nicht schlecht dazustehen.

Seid ehrlich, fast 80 % der Bevölkerung denken so.

Bei vielen sprengt es den Geldbeutel. Und wenn es nur 70 - 100 Euro sind. Es ist viel Geld.

Aber es sind nicht bloß die Geschenke, es ist der Einkauf allgemein.

Gestern war ich einkaufen, das Ende vom Lied: 110 Euro waren weg. Da kommt nur mein großer Sohn mit seiner Frau zu Besuch und das wars. Trotzdem macht man es gerne.

Der 2. Feiertag ist für mich nichts wert. Da muss ich wieder abends um 22 Uhr auf Arbeit sein.

Übrigens, die Woche vor Weihnachten ist immer die schlimmste im ganzen Jahr.

Ich brauchte zwar nicht nachts arbeiten, dafür aber ab 6 Uhr - 19 Uhr… Also Familienleben ade.

Heute Abend kam auf einem Sender mit den drei großen Buchstaben, der auch gute Zeiten hat und unter uns ist, ein Bericht über eine Familie aus Leipzig.

Sie Bäckerfachverkäuferin, er im Wachschutz. Sie etwas über 5 Euro, er etwas unter 5 Euro.

Der Sender sagt zwar, dass diese Familie arm trotz Arbeit ist, aber kein Hinweis auf unsere Initiative. Es wird einfach totgeschwiegen.

So, ich muss jetzt Schluss machen. Ich muss noch die Kartoffeln pellen für unseren Kartoffelsalat. Den gibt es bei uns immer zu Weihnachten. Es ist der beste, den ich kenne.

Ich wünsche allen eine sorgenfreie Weihnachtszeit.

Die Sorgen gehen später weiter.

 

Autor: Matthias
 
Donnerstag 21. Dezember 2006

Alle Jahre wieder

Einführung:

Endlich bin ich wieder am Netz. (oder im)

Es war aber meine eigene Schuld, dass es so lange gedauert hat. Ich habe einen Fehler gemacht, der mir nicht noch mal passiert.

Ich hatte im Oktober die Bank gewechselt. Aber ich habe vergessen, meinen Internetanbieter meine neue Kontonummer mitzuteilen. Ich bekam zwar eine Mahnung, aber ich habe diese immer hinaus gezögert. Zeitmangel und Schlampigkeit.

Als ich es per Internet machen wollte, war es zu spät. Der Anschluss war gesperrt. Habe natürlich gleich angerufen und meine neue Bankverbindung durch gegeben. Man sagte mir aber gleich, das könnte ein paar Tage dauern.

Daraus wurden fast 3 Wochen.

Ich möchte mich bei allen entschuldigen, die dieses Tagebuch lesen.

Weihnachten steht vor der Tür und es ist bei uns wie jedes Jahr.

Es geht immer etwas kaputt. Wie jedes Jahr im Dezember!

Letztes Jahr war es die Waschmaschine, dieses Jahr der Fernseher. So kann man es immer weiter zurückverfolgen. Einmal das Auto, dann der Staubsauger und so weiter und so fort.

Das TV-Gerät haben wir dieses Jahr reparieren lassen. Kosten glatt 100 Euro. Die nächste Reparatur gibt es aber nicht mehr. Das Gerät ist immerhin 6 Jahre alt. Da überlegt man schon, ob es sich lohnt. Die Alternative heißt allerdings -NEUKAUF- !

Weihnachten ist ein schönes Fest. ABER es kostet unheimlich viel Geld. Geld, was man eigentlich fürs Leben braucht. Gut, diese Zeit gehört dazu. Aber viele Menschen haben zu knappern diese Zeit zu überstehen. Ich meine kostenmäßig.

Wie seit einigen Jahren fällt unser Fest mager aus. So wie uns, geht es Millionen anderen auch.

Aber warum?

Fragt man die Wirtschftsleute, sagen diese, es geht schlecht. Fragt man die Politiker, die sagen es läuft gut, ABER…..!

Das Ende vom Lied?

Der größte Teil der Bevölkerung hat die Kosten allein zu tragen bzw. muss mehr ausgeben als sie überhaupt verkraften.

Unser EX-Minister Herr Eichel sagt sogar: Unsere Politiker sind eigentlich unterbezahlt.

Also sind es genauso Hungerlöhner wie du und ich.

Also unterstützt uns doch!!

Oder spricht etwas dagegen?

 

Autor: Matthias
 
Mittwoch 29. November 2006

Ein ganz normaler Tag

Wie fast immer hatte ich um ca. 9 Uhr Feierabend.

War danach einkaufen. Und bekam nach dem Einkauf wieder Sorgenfalten auf meinem Gesicht. Davon habe ich eigentlich genug, aber es wurden ein paar mehr.

57 Euro für Lebensmittel, Getränke, Katzenfutter und Naschereien für den Weihnachtsteller.

Dann gab es noch Kaffee im Angebot. Also auch noch einige Päckchen mitgenommen. Natürlich gekauft.

Es ist erschreckend, wo diese Preisspirale noch hinführt. Es geht bei den Lebensmitteln los, geht über die Kosmetika weiter, die Klamotten, die man auch mal neu braucht und endet bei Nebenkosten der Wohnung. Diese stürzen dich fast in den Ruin. Oder haben es schon.

Ich muß immer wieder den Hut vor den Menschen ziehen, die mit 3-5 Euro auskommen müssen. Es ist immer wieder ein Rätsel für mich, wie diese Menschen es schaffen. So was kann nicht menschenwürdig sein. Malochen bis zum geht nicht mehr und am Ende kommt weniger wie nichts raus.

Hat man Millionen, kann man sich freikaufen. Siehe der Prozess von Mannesmann.

Zahlst du mal deine Steuern nicht, bist du gleich ein Mensch, der nur betrügen will.

Frau Merkel, die Bundeskanzlerin, hat sich im Vorfeld des CDU-Parteitages eigentlich ein Eigentor geschossen. Ich weiß, es war ein Versprecher. Aber ich bin langsam der Meinung, dass ihre Mitglieder in der gehobenen Ebene es wirklich so meinen.

Sie sagte: Es ist ein Risiko für ältere Menschen, Arbeit zu bekommen.

Wie gesagt, es ist bestimmt ein Versprecher. Sie hat es nie so gemeint.

Was sie und ihre Mitstreiter meinen, weiß keiner.

Ich empfehle jedem, aber wirklich jedem, sich mit dem Mindestlohn auseinanderzusetzen.

Schaut auf unsere Nachbarn in Europa. Was haben sie damit erreicht. Es Funktioniert. Und bringt sogar mehr Arbeitsplätze.

 

Autor: Matthias
 
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Die Sendung zur Arbeit
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Kommentare
Renate
25. November 13:43

Finde ich auch schade! Vielleicht kommt jemand neuen...? Bin immer auf Neuigkeiten gespannt... ...weiter...

Siegfried Lau
24. November 11:39

Je mehr Firmen Hungerlöhne zahlen die vom Staat ergänzt werden umso reicher werden die Verursacher.Uweiter...

Jens
01. August 01:52

Schade, hab ich immer wieder gerne mal gelesen. Werd jetzt mal bei den anderen vorbei schauen.weiter...

Torsten
08. Juni 10:53

Und warum schreibt Matthias nicht mehr?weiter...

Siegfried Lau
19. August 20:03

Bravo, weiter so mit den Kräften die im Begriff sind den vorsorgenden Sozialstaat --vom Grundgesetzweiter...

Leser
15. August 09:50

Ich versteh die Leute nicht die sich andauernd beschweren... klar wird alles teurer, und ja die ...weiter...

Wolfgang Schwarz
13. August 23:03

Sehr geehrter Herr Schäfer, es ist beschämend, dass Sie sich zu gut sind, für 800 Euro plus Soziaweiter...

Tim
16. Juni 20:07

Ach ja und 7,50€ Mindestlohn ist wohl schon sehr knapp bemessen aber immerhin noch ein "Vermögen zu weiter...

Tim
16. Juni 19:59

"P.S: WARUM SOLL DIE LINKE undemokratisch sein? Oder ist es gerade IN eine Partei zu verteufeln die ...weiter...

Tim
16. Juni 19:43

Sind wir demokratisch? Auf dem Papier auf jeden Fall aber in der Realität? Na ja da bin ich mir lanweiter...