Dumpinglohnmelder
Donnerstag 7. Februar 2008

Sind wir demokratisch?--Kurze Bemerkung

Zum teil gebe ich @ schütze recht.

Warum lassen wir uns alles gefallen?

Demokratie geht immer vom Volk aus!

Aber nichts tun und nichts sagen Ist noch schlimmer.

Wir haben nun mal nur begrenzte möglichkeiten,ausser man organisiert sich. Egal ob Gewerkschaft oder Partei.

Partei ist aber besser.

Fragt sich nur welche.

Da hilft wieder die Deutsche Geschichte. Wer sich damit genau auseinander setzt wird es wissen.

Nicht nur die letzten 49 Jahre.

Aber solange wir nicht darüber reden,würden wir uns selber aufgeben!!!

 

 

Kommentare

 
Karl- Heinz Schütze · Freitag 8. Februar 2008 · 09:09
Herr Matthias,

ich finde es absurd Vergleiche zwischen Rosa Luxenburg, Karl Liebknecht und Oscar Lafontaine herzustellen.
Lafontaine ist, ohne Frage, ein kluger Kopf, wie z.B. auch Biedenkopf (war er nicht mal euer First?)
Lafontaine ist ein Medien- und Macht- Mensch. Sein Weggang aus der SPD hatte kaum was mit der Politik zu tun, sondern hatte eher persönliche und personelle Hintergründe. Er wollte sich mit der Statistenrolle in der Regierung nicht abfinden.
Aber wenn Sie dieses Beispiel schon anspielen- daran ist sehr schön zu erkennen, worum es in der heutigen Politik, in erster Linie, wirklich geht. Dann ist es keine Frage mehr warum sich die Politiker so weit von dem Volk entfernt haben.

Was Ihre Parteienfrage angeht, ich erinnere mal daran, dass die Grünen Anfang der achtziger Jahre auch eine kleine Partei war, die verhöhnt und verlacht wurden- heute regieren sie!
NPD (eine Randpartei) sitzen heute in Rathäusern.

Gewerkschaften sind heute nur noch Interessengemeinschaften aber nicht mehr für ihre Mitglieder. Denn sie wurden schon längst von der Industrie gekauft. Raten Sie mal warum es heute eine VERDI gibt.

ML ist ein Projekt, aus den Nachbarländern abgeschaut, wird den Wählern eben mal schnell geschenkt um sie ruhig zu stellen. Nun macht ja auch Sinn, allerdings nicht für den Hungerlöhner. Aber Steuereinnahmen (garantiert schon errechnet), Rentenbeiträge, etc können mehr abgeschöpft werden.

Zu guter Letzt, ich hoffe Ihre Überwachungsvorwürfe sind nur übertrieben dargestellt.
Ich meine die Stasi hatte ein Personalaufkommen von fast der Hälfte der DDR- Bevölkerung.
Also wo war der Überwachungsstaat?
Bleiben wir mal auf den Teppich!
 
W. Lewandrowski · Freitag 8. Februar 2008 · 20:54
@Sehr geehrter Herr Schütze,
Sie sind ja ganz schön hartnäckig. Werden Sie von Ihrem „Stasi-Opferrentner“ so aufgestachelt? Wenn 50% der DDR Bürger bei der Stasi waren, dann wollen wir nicht die 25% der Bundesbürger (alt) vergessen, die den Kapitalismus gelebt haben und für Geld ihre Großmutter verkauft hätten. Manchmal gerade wenn ich in Ihren Gedankengängen etwas positives lesen kann, kommt auch gleich der Hammer hinterher. Übrigens bei dem Stand der Technik, ist die Überwachung einfacher und die neue Stasi spart eine Menge Geld. Aber vielleicht gibt es noch so kleine Lücken, wo auch ein Hungerlöhner noch eine Nische findet. Und wetten es würden sich viele finden, ob nun westlich oder östlich der Elbe geboren. Bleiben also auch Sie sachlich.

Freundliche Grüße.
Wolfgang
 
Peter Heinze · Freitag 8. Februar 2008 · 21:36
Herr Matthias,

in Ihrem Beitrag: "Sind wir Demokratisch? -- Kurze Bemerkung" sind Sie nur teilweise auf die Deutsche Geschichte eingegangen. Ein Heranziehen der Geschichte um Beispiele für die derzeitige Situation zu nennen halte ich für grundsätzlich richtig und wichtig. Bei diesem Heranziehen darf aber nie vergessen werden, dass sich die Geschichte nur ähnlich und nie genau gleich wiederholt. Diese Tatsache scheinen sie beim schreiben ihres Artikels oder Beitrages vergessen zu haben.

Jeder Historiker kann und wird zum Beispeil Gründe für Hitlers Aufstieg zur Macht in der Sozialennot der Massen finden, andere Gründe liegen aber in der Weimarerverfassung die keine "Fünfprozentklausel" kannte.
Wir können derzeit in Deutschland sicher von Massenarbeitslosigkeit und Massenarmut reden, aber die Situation ist zumindest für mehr als 50 Prozent der Deutschen so gut, dass sie nicht fürchten müssen am nächsten Morgen nichts mehr zu Essen zu haben.

An ihrem Beitrag kritisiere ich auch, dass sie nur wenig darauf eingegangen sind, ob die in der Bundesrepublik lebenden Menschen wirklich demokratisch sind. An dieser Stelle hätten sie sicher abgeänderte Beispiele aus ihrem Alltag nennen können. Ich bin der Meinung, dass Menschen die sich an einer politischen Diskusion beteiligen durchaus als Demokraten gelten können. Alldiejenigen, die sich an diesem Forum beteiligen sind meiner persöhnlichen Definition nach Demokraten.

Ich hoffe ich habe konstruktive Kritik geäußert die in Zukunft von jedem, also auch ihenen, berücksichtigt werden kann.
 
Karl- Heinz Schütze · Sonntag 10. Februar 2008 · 09:34
Ich hatte letzte Woche ein Gespräch mit einem alten Mann, ich möchte mal seine Meinung zum ML wieder geben.

Zitat:
„…ich war im Krieg nach dem Krieg in Gefangenschaft. Glauben sie mir, ich habe mir so manches mal vor Angst in die Hosen geschissen und oftmals hat mich nur die Hoffnung darauf, dass es mir eines Tages mal besser geht, ich keinen Hunger mehr leiden muss, ich nicht mehr frieren muss, am Leben gehalten.
Nach dem Krieg und der Gefangenschaft, bin ich nach Deutschland zurück gekehrt und habe Deutschland, mit diesen Händen, mit aufgebaut, um meine Hoffnungen schnell in die Tat umzusetzen.

Heute bin ich ein alter Mann und sitze in meinem stillen Kämmerlein und stelle fest, ich bin abgestellt und vergessen worden! Das macht mich traurig und es nimmt mir manchmal den Lebensmut. Nein, das sind nicht die Ziele wofür meine Generation gekämpft hat!

Was ihren ML angeht, es ist eine traurige Sache, in einer Zeit wie heute darüber reden zu müssen.
Aber rechnen sie meine Rente in Stundenlohn um…dann bin ich auch ein Hungerlöhner.
Nur, ich werde von solch einem Gesetz nicht profitieren können, ich werde dann ein Hungerlöhner bleiben!
Also was bringt solch ein Gesetz? Denn mit den Forderungen, die dieses Gesetz mit sich bringt, werden die Hungelöhner danach auch noch Hungerlöhner bleiben.

Früher gab es so was auch und es wird so was immer geben, auch nach solch ein Gesetz.
Nur, wenn es heute schon eine Masse ist die sich Hungerlöhner nennen dann kann ja politisch irgendetwas nicht richtig laufen und zwar nicht nur für die Hungerlöhner.
Dieses Problem muss auf dem Grund gegangen und an der Wurzel gepackt werden, dann sind Hungerlöhner kein Thema mehr!...“

 
Peter Heinze · Samstag 23. Februar 2008 · 17:15
Dieser Mann ist sehr weise. Wir sollten uns immer für die Randgruppen unserer Gesellschaft einsetzen, auch wenn wir wissen, dass eine Gesellschaft immer Randgruppen hat.
 
Mirjana Momirovic · Dienstag 4. März 2008 · 09:00
Sehr geehrter Matthias,

für den deutsch-französischen Fernsehsender ARTE bereiten wir einen Themenabend unter dem Titel „Zwischen Managergehältern und Hungerlöhnen“ vor. Neben einer Diskussionsrunde besteht der Themenabend auch aus einer Dokumentation über Hungerlöhner – Menschen, die trotz der Arbeit nicht genug Geld zum Leben haben und einer Reportage über Tagelöhner.

Für die Doku über Hungerlöhne such ich Betroffene, die bereit wären, bei der Doku mitzuwirken oder sich ganz unverbindlich mit mir über ihre Situation zu unterhallten. Mit diesem Film wollen wir die Öffentlichkeit auf dieses schwerwiegende Problem in unserer Gesellschaft aufmerksam machen und das geht nur durch Hilfe und unter der Mitwirkung der Betroffenen.

Ich bin freie Fernsehautorin und arbeite seit über 10 Jahren vorwiegend für ARTE und für die ZDF Sendung 37 Grad. In dieser Zeit habe ich eine Reihe von Filmen über sensible Themen (Scheidungskinder, Väter, die erfahren haben, dass sie ein Kuckuckskind großziehen, Priester, die sich verliebt und ihren Beruf verloren haben, Geschwister von behinderten und kranken Kindern, Eltern drogensüchtiger Teenager u.a.) realisiert, in denen sich die Protagonisten gut wiedergefunden haben und die auch vom “Spiegel “ und anderen Zeitungen sehr gut besprochen wurden.

Über eine Mail von Betroffenen mit Ihrer Telefonnummer und kurzer Beschreibung Ihrer Situation würden ich mich sehr freuen und würde mich dann umgehend für ein Gespräch mit Ihnen in Verbindung setzen.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie diese Mail auf Ihrer Website veröffentlichen könnten und mich auch persönlich kontaktieren würden.

Für Ihre Hilfe danke ich im voraus.

MIt den besten Grüßen

Mirjana Momirovic
m.momirovic@snafu.de

 
Karl- Heinz Schütze · Dienstag 4. März 2008 · 20:48
Herr Heinze,

es mag schon richtig sein- es gab auch Gutes in der DDR. Allerdings finde ich in der Verfassung der BRD genauso den Passus „Recht auf Arbeit“. Der Passus in der DDR- Verfassung war aber auch etwas anders formuliert, nämlich: „Das Recht und die Pflicht auf Arbeit“ was sich zunächst erst einmal schön liest und sich positiv anhört.
Aber wenn man sich die Entwicklung der DDR ansieht, sieht es dann schon wieder negativ aus. Denn daraus ergab sich, z.B., eine Dreifach- Belegung eines Arbeitsplatzes, der Wasserkopf stieg stetig, die Technik der Betriebe war hoffnungslos veraltet, Arbeitslose wurden kriminalisiert, Persönlichkeiten konnten (sollten ja auch nicht) sich nicht frei entfalten.
Ein Passus in der DDR- Verfassung war z.B. auch: „Recht auf persönliche Entfaltung“. Auch hier muss ich anmerken, dass dies hausgemachte Probleme der DDR waren. Denn dadurch hat sich die DDR selbst in ihrer Entwicklung gehemmt, sich damit auch ein Stück weit zur Diktatur gemacht!

Sie haben recht, wenn Sie sagen von der DDR ist nie ein Krieg ausgegangen, noch haben sie sich an einem Krieg beteiligt.
Aber ich denke, die Bereitschaft dazu war schon da.
Denken wir an die Parade- Aufmärsche der NVA zu den Feierlichkeiten der DDR, es war eine Provokation.
Denken wir an den Prager- Frühling, und der Huldigung des DDR- Regimes.
Denken wir an das sog. Wettrüsten, Ende der siebziger bis Mitte der achtziger Jahre.
Und denken wir an die Ereignisse 1989, mit welcher Gewaltbereitschaft, sogar gegenüber seinem eigenen Volk, dass DDR- Regime zunächst handelte.
Ein Klassenkammerad, von mir, war zu der Zeit gerade frisch gebackener Panzerkommandant geworden. Er wurde mit seiner Division befehligt, hinterm Hauptbahnhof in Dresden, Stellung zu beziehen und zwar mit, auf die Menschenmenge, gerichtete Kanonenrohre und hatten Feuerbereitschaft zu halten.
Er hat mir erzählt was er und seine Kameraden empfunden haben, ihnen lief der Angstschweiß den Rücken runter. Sie hatten gelernt sich zu verteidigen, gegen einen Feind der bewaffnet war aber diese Menschen waren nicht ihre Feinde und sie waren auch nicht bewaffnet. Zumindest waren sie nicht so feige, wie das DDR- Regime und sie missachteten den Befehl scharfe Kanonenrohre in die Menschenmenge zu richten.

Sicherlich, die DDR hatte auch positive Seiten, auch ich habe sie erfahren aber ich habe auch ihre negativen Seiten kennen gelernt.
Und, nehmen wir an, dieses System, in dem wir jetzt leben, würde dem Untergang geweiht sein, es wären Jahre vergangen, auch diesem würden wir positive Seiten abgewinnen können!
 
Karl- Heinz Schütze · Mittwoch 5. März 2008 · 08:27
Ich verstehe die Aufregung nicht, über aktuelle Ereignisse, wie Zumwinkel, Mehdorn etc. Oder auch ältere Ereignisse, wie Hartz, Landowski, etc., die mit den aktuellen Ereignissen wieder aufkochen.
Ich verstehe die Aufregung nicht, wenn Sarrazin uns das Frühstück vorrechnet und zur Schwarzarbeit aufruft.
Das sind doch genau die, die den Hungerlöhner, mit Hilfe dem ML- Gesetz, unter die Arme greifen wollen. Man beisst nicht die Hand, aus der man gefüttert wird!
Aber ich verstehe warum sie den Hungerlöhnern helfen wollen, ich verstehe auch warum die Politiker zu den Ereignissen nur Windmühlen bauen!
 
Red Devil · Samstag 17. Mai 2008 · 20:43
Demokratie...
...Demokratie...
Was ist das? Kann mir jemand kurz erklären, was ist das - die Demokratie? Kann jemand nennen mir ein demokratisches Land?

Ich meine, vielleicht die Schweiz ist einigermaßen demokratisch ist.
 
Tim · Montag 16. Juni 2008 · 19:43
Sind wir demokratisch?
Auf dem Papier auf jeden Fall aber in der Realität? Na ja da bin ich mir langsam nicht mehr ganz so sicher.
 
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Die Sendung zur Arbeit
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Kommentare
Christian
18. Mai 10:35

Hi, was soll man dazu noch sagen...... macht kein spass mehr mit einem Hungerlohn noch arbeiten zu ...weiter...

Renate
25. November 13:43

Finde ich auch schade! Vielleicht kommt jemand neuen...? Bin immer auf Neuigkeiten gespannt... ...weiter...

Siegfried Lau
24. November 11:39

Je mehr Firmen Hungerlöhne zahlen die vom Staat ergänzt werden umso reicher werden die Verursacher.Uweiter...

Jens
01. August 01:52

Schade, hab ich immer wieder gerne mal gelesen. Werd jetzt mal bei den anderen vorbei schauen.weiter...

Torsten
08. Juni 10:53

Und warum schreibt Matthias nicht mehr?weiter...

Siegfried Lau
19. August 20:03

Bravo, weiter so mit den Kräften die im Begriff sind den vorsorgenden Sozialstaat --vom Grundgesetzweiter...

Leser
15. August 09:50

Ich versteh die Leute nicht die sich andauernd beschweren... klar wird alles teurer, und ja die ...weiter...

Wolfgang Schwarz
13. August 23:03

Sehr geehrter Herr Schäfer, es ist beschämend, dass Sie sich zu gut sind, für 800 Euro plus Soziaweiter...

Tim
16. Juni 20:07

Ach ja und 7,50€ Mindestlohn ist wohl schon sehr knapp bemessen aber immerhin noch ein "Vermögen zu weiter...

Tim
16. Juni 19:59

"P.S: WARUM SOLL DIE LINKE undemokratisch sein? Oder ist es gerade IN eine Partei zu verteufeln die ...weiter...